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Deutschland / Welt Neue Freunde für Greta: 700 Forscher unterstützen Klimaschutz-Kids
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12:55 06.03.2019
Die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg (Mitte) und die Organisatorin der Schülerproteste in Deutschland Luisa Neubauer (links): Mehr als 700 neue Unterstützer aus der Wissenschaft. Quelle: Adam Berry/Getty Images
Berlin

Die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg und ihre Anhänger bekommen prominente Unterstützung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Mehr als 700 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus dem deutschsprachigen Raum haben einen Aufruf unterzeichnet, in dem sie sich mit der Klimaschutzbewegung solidarisieren. Die Anliegen der SchülerInnen seien „berechtigt und gut begründet“, heißt es in dem Schreiben, über das die taz berichtet.

Zu den Unterzeichnern gehören Eckart von Hirschhausen, Hans-Joachim Schellnhuber, Claudia Kemfert, Ernst Ulrich von Weizsäcker oder Ranga Yogeshwar. Die Forscher, die sich „Scientists for Future“ (WissenschaftlerInnen für die Zukunft) nennen, fordern die Politik zu einem Umdenken auf.

10.000 Demonstranten allein in Hamburg

„Wir haben diese Initiative gegründet, um das unsägliche Versagen in der Klimapolitik aus wissenschaftlicher Perspektive zu kommentieren“, sagte Volker Quaschning, Professor für regenerative Energiesysteme in Berlin, der taz.

Es sei verstörend zu beobachten, wie engagierte Schülerinnen und Studierende von Teilen der Politik drangsaliert würden. „Aus unserer Sicht möchten wir sagen: Die Schüler haben recht!“

Die Proteste unter dem Motto „Fridays for Future“, die Thunberg ins Leben gerufen hatte, polarisieren seit Wochen die Öffentlichkeit. Sie stoßen auf begeisterte Zustimmung genauso wie auf Kritik. Am Freitag waren in deutschen Städten Tausende junge Menschen für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gegangen, allein in Hamburg, wo auch Greta Thunberg an den Protesten teilnahm, beteiligten sich bis zu 10.000 Menschen.

In anderthalb Wochen sollen die Proteste noch einmal größer werden. An den internationalen Schulstreiks am 15. März wollten sich Demonstranten in mindestens 490 Städten in 57 Ländern beteiligen, teilte das Netzwerk „Global Strike For Future“ mit.

Es sei außerdem möglich, dass es in weiteren Städten Kundgebungen geben werde, die bislang noch nicht aufgelistet worden seien, sagte ein Sprecher des Netzwerks der Deutschen Presse-Agentur.

Proteste von Hawaii bis nach Neuseeland

Demnach sind Klimaproteste auf allen bewohnten Kontinenten geplant, der westlichste in Honolulu auf Hawaii, der östlichste im neuseeländischen Palmerston North. In Deutschland sollen insgesamt 56 Städte dabei sein, darunter neben der Hauptstadt Berlin und Großstädten wie Bremen, Düsseldorf und Stuttgart auch kleinere Orte wie Bad Segeberg, Boizenburg und Altdöbern.

Thunberg hatte im August 2018 damit begonnen, vor dem Parlament in Stockholm für einen stärkeren Einsatz Schwedens gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Ihr „Schulstreik fürs Klima“ fand Tausende Nachahmer in aller Welt, die 16-Jährige selbst wurde zum Gesicht der internationalen Klimaschutzbewegung. Am vergangenen Freitag hatte die Klimaaktivistin in Hamburg erstmals an einem Schulstreik in Deutschland teilgenommen.

Lesen Sie auch: Wird Luisa Neubauer die deutsche Greta Thunberg?

Von ani/dpa/RND

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