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Deutschland / Welt „Eurofighter“-Absturz: Schwesig will Sicherheitsstandards für Übungsflüge prüfen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Eurofighter“-Absturz: Schwesig will Sicherheitsstandards für Übungsflüge prüfen
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11:15 26.06.2019
Nach dem Absturz zweier Eurofighter in Mecklenburg-Vorpommern gehen die Ermittlungen vor Ort weiter. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
Nossentin

Nach der Kollision zweier Eurofighter-Kampfjets über der Ferienregion Mecklenburgische Seenplatte geht die Suche nach den Ursachen weiter. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) reagiert auf die hochkochende Debatte um Tiefflug-Manöver mit mahnenden Worten: Es sei erstmal wichtig, herauszufinden, woran es gelegen habe.

Bei Luftkampfübungen waren die Maschinen am Montag zusammengestoßen und mehrere Kilometer voneinander entfernt abgestürzt. Beiden Piloten gelang es zwar noch, die Schleudersitze zu aktivieren. Doch wurde ein Pilot getötet. Der zweite überlebte das Unglück und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Beide Flugdatenschreiber der abgestürzten Eurofighter wurden am Dienstag gefunden und geborgen. Nun müssen die Daten ausgewertet werden, Experten erhoffen sich wichtige Hinweise. Die beiden abgestürzten Jets gehörten zum Luftwaffengeschwader 73, das in Laage bei Rostock stationiert ist.

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Seit Montagabend sind etwa 300 Soldaten in der Region im Einsatz, um Wrackteile zu sichern. Am Mittwoch werde die Suchmannschaft auf 500 Kräfte aufgestockt, sagte der Chef des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern, Brigadegeneral Gerd Kropf. Er äußerte die Ansicht, dass Mitte nächster Woche Ergebnisse zu den Unfallursachen vorliegen werden.

Gezielte Sprengungen am Wrack

Im Zusammenhang mit Bergungsarbeiten bei einem der verunglückten Eurofighter-Kampfflugzeuge haben mehrere Sprenggeräusche die Anwohner im Sperrgebiet verunsichert. „Das waren am Dienstagabend gezielte Sprengungen an dem Wrack bei Nossentin, damit es gefahrlos geborgen werden kann“, sagte die Bürgermeisterin von Nossentiner Hütte, Birgit Kurth, am Mittwoch.

Sie habe mehrere Anrufe besorgter Bürger bekommen. Ein Sprecher der Luftwaffe bestätigte dies und erläuterte, dass das „Team Flugsicherheit“ kleinere Mengen explosiver Stoffe an Bord des Flugzeugwracks vernichtet habe. Dabei handele es sich um ein Sprengstoffnotsystem an der Maschine, deren Pilot ums Leben gekommen war.

Im Video: Nossentiner fordern Ende der Tiefflug-Manöver

Schwesig äußerte sich allerdings zurückhaltend zu Forderungen, Übungsflüge der Luftwaffe in der Tourismusregion Mecklenburgische Seenplatte einzuschränken oder gar einzustellen. Diese waren nach dem Absturz erneut aufgekommen.

„Ich kann verstehen, dass nach so einem Unglück diese Diskussionen wieder aufflammen. Ich glaube aber, dass es zunächst sehr wichtig ist, dass die Unfallursache untersucht wird, dass schnell aufgeklärt wird, woran hat es gelegen“, sagte Schwesig am Dienstagabend bei einem Besuch in Nossentin.

Im Ergebnis der Untersuchungen müsse auch geklärt werden, ob bei den Übungsflügen andere Sicherheitsstandards nötig seien. Zu den Forderungen zahlreicher Kommunalpolitiker der Region und von Oppositionsparteien nach einem Ende der Tiefflüge wollte sich Schwesig nicht direkt äußern.

Von RND/dpa/lf

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