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Deutschland / Welt „Er hasst Weiße und Polizisten“: Trump greift Bürgerrechtler an
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Er hasst Weiße und Polizisten“: Trump greift Bürgerrechtler an
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11:49 30.07.2019
US-Präsident Donald Trump. Quelle: imago
Washington

Nachdem er sich heftige Kritik für seine abfälligen Äußerungen über den afroamerikanischen Abgeordneten Elijah Cummings und dessen Wahlbezirk in Baltimore anhören musste, legt US-Präsident Trump nun erneut nach. Auf Twitter attackierte er den amerikanischen Bürgerrechtsaktivisten und Baptisten-Pastor Al Sharpton, den er als „Betrüger“ und „Unruhestifter“ bezeichnete.

Der Twitter-Angriff folgte auf Sharptons Ankündigung, nach Baltimore zu reisen. Dessen Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Auf Twitter und im Fernsehen bezog der Pastor Stellung zu den Attacken und erklärte, dass Trump Rassismus gezielt im Wahlkampf einsetze.

Schlagabtausch auf Twitter

Trump verpackte seinen Angriff in einem zunächst wohlwollend klingenden Tweet. So verwies er darauf, dass er „Al“ bereits seit 25 Jahren kenne und dieser ihn lieben würde. Außerdem habe Sharpton ihn häufig um Gefallen gebeten. Im zweiten Teil des Tweets dann der Vorwurf: Sharpton sei ein „Betrüger, ein Unruhestifter“, zudem hasse er Weiße und Polizisten.

In einem zweiten Tweet beschuldigte Trump Sharpton, nur nach Baltimore zu reisen, um sich dort zu beschweren und zu protestieren. „Nichts wird für die Menschen in Not getan. Traurig!“

Sharpton reagierte und twitterte: „Trump sagt, ich bin ein Unruhestifter und Betrüger. Tatsächlich mache ich Fanatikern Ärger. Wenn er wirklich dächte, ich sei ein Betrüger, dann würde er mich in seinem Kabinett wollen.“

Rassismus als Wahlkampfstrategie

Trump sieht sich seit Wochen mit Rassismusvorwürfen konfrontiert. Erst vor Kurzem beleidigte er vier weibliche, demokratische Politikerinnen und forderte sie auf, „dahin zurückzugehen, wo sie hergekommen sind“. Am Wochenende folgten dann die abfälligen Bemerkungen über den demokratischen Kongressabgeordneten Elijah Cummings und dessen Wahlbezirk Baltimore. Dieser sei ein „widerliches, von Ratten und Nagetieren verseuchtes Schlamassel“.

Mehr zum Thema:
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Die Hafenstadt Baltimore im Bundesstaat Maryland hat 600.000 Einwohner, die Mehrheit der Bevölkerung, rund 60 Prozent, ist schwarz. Sharpton bekräftige im Sender MSNBC, dass Trump offensichtlich entschieden habe, eine „rassenbasierte Kampagne“ in Bezug auf den Präsidentschaftswahlkampf zu führen, indem er gegen prominente Schwarze wie ihn vorginge.

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Von RND/pf

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