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Deutschland / Welt Donald Trumps Außenpolitik folgt der Trash-Doktrin
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Donald Trumps Außenpolitik folgt der Trash-Doktrin
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11:00 28.02.2019
Nach seinem gescheiterten Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un ist US-Präsident Donald Trump vorzeitig aus Hanoi abgereist. Quelle: www.imago-images.de

Der Gipfel zwischen Nordkoreas Machthaber Kim-Jong Un und Donald Trump ist gescheitert. Man wolle weiterreden, aber man habe sich nicht auf die Unterschrift einer gemeinsamen Erklärung einigen können, erklärte Donald Trump auf einer Pressekonferenz. Alleine. Kim wollte oder sollte nicht einmal mehr mit ihm gemeinsam auftreten.

Es ist das abrupte Ende eines Gipfels, der von beiden Seiten auf geradezu peinliche Weise zelebriert wurde. Auf der einen Seite Kim, der tagelang mit seinem Spezialzug durch Asien tuckert, um am Ende mit leeren Händen zurück zu fahren. Auf der anderen Seite Trump, der sich als der große Versöhner in einem Jahrzehnte währenden Konflikt aufspielte, jedoch offenbar vergessen hatte, dass sein Gesprächspartner einer der unberechenbarsten Herrscher dieser Erde ist.

In der Weltpolitik sorgt dieses Vorgehen für Gefahr

Am Ende steht eine Erkenntnis, die nur für Trump selbst noch erstaunlich sein dürfte: Außenpolitik ist kompliziert und lässt sich in der Regel nicht durch eine große Show lösen. Nach Willkür zwischen Freunden und Feinden zu unterscheiden, mag bei seiner Fernsehshow für knackige Einschaltquoten gesorgt haben - in der Weltpolitik sorgt dieses Vorgehen für Gefahr. Denn wenn die Gespräche zwischen Kim und Trump endgültig scheitern sollten, sind die beiden Länder weiter voneinander entfernt als zuvor. Dabei braucht die Welt kaum etwas weniger, als noch eine sich verschärfende Krise.

Donald Trumps Außenpolitik folgt der Trash-Doktrin. Irgendetwas muss geschehen, um von irgendetwas anderem abzulenken. Parallel zu dem Gipfel in Asien sagte in Washington dessen ehemaliger Anwalt Michael Cohen aus, wie gefährlich er Trump für das Land halte. Es war ein unangenehmer Termin für Trump, er dürfte ihn auch juristisch weiter in Bedrängnis bringen. Die Anschuldigungen sind konkret. Es geht um Bedrohungen, Einschüchterung und um Schweigegeld.

Um die Anwendung von Recht und Gerechtigkeit geht es längst nicht mehr nur im Ausland, wenn der US-Präsident zu Besuch kommt. Er selbst hat diese Grundregeln der westlichen Demokratie bei sich in den Grundfesten erschüttert.

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Kommentar: Donald Trumps Außenpolitik folgt der Trash-Doktrin

Von Gordon Repinski/RND

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