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21:51 21.08.2012
Von Klaus von der Brelie
Foto: Ohne Waffen, aber mit viel Abhörtechnik unterwegs: Das Flottendienstboot „Oker“.
Ohne Waffen, aber mit viel Abhörtechnik unterwegs: Das Flottendienstboot „Oker“. Quelle: dpa
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Berlin

Das 83,5 Meter lange und 14,6 Meter breite Boot mit einer Stammbesatzung von 36 Mann ist unbewaffnet, aber vollbepackt mit elektronischen Hightech-Geräten, die in der Lage sind, den Funkverkehr an Land bis zu einer Tiefe von etwa 600 Kilometern abzuhören.

Für Einsätze wie jetzt im östlichen Mittelmeer sind meist zahlreiche Spezialisten des Bundesnachrichtendienstes an Bord. Über deren konkrete Aufträge schweigt sich die Bundesregierung aus. Immerhin bestätigt das Verteidigungsministerium, dass Deutschland über drei dieser Aufklärungsboote verfügt, neben der „Oker“, die „Oste“ und die „Alster“. Sie waren auch im Einsatz, als der Bürgerkrieg in Libyen tobte und in Ägypten Präsident Hosni Mubarak stürzte.

Die Nato ist ständig mit einem multinationalen Minenabwehrverband im Mittelmeer präsent. Daran ist von September an das deutsche Minenjagdboot „Grömitz“ beteiligt. Sie löst ihr Schwesterschiff „Sulzbach-Rosenberg“ ab.

Im UN-Auftrag wirken derzeit zwei deutsche Schnellboote von Zypern aus an der Überwachung des Küstenstreifens vor dem Libanon mit. An der Anti-Terror-Operation „Active Endeavour“ (OAE) der Nato ist Deutschland in diesem Sommer mit fünf Soldaten beteiligt. Sie gehören zur Besatzung der Awacs-Überwachungsflugzeuge. Auf der Fahrt zum Kampf der EU gegen Piraten vor Somalia klinken sich deutsche Fregatten regelmäßig in die OAE-Mission ein.