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Deutschland / Welt Demokraten machen Trump für Massaker mitverantwortlich
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Demokraten machen Trump für Massaker mitverantwortlich
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10:24 05.08.2019
Donald Trump spricht bei Kundgebungen vor seinen Anhängern von Mexikanern gerne als „Invasoren“. Quelle: dpa
Washington

US-Präsident Donald Trump hat die Massaker in Texas und Ohio am Wochenende verurteilt. „Hass hat keinen Platz in unserem Land“, sagte Trump in Morristown. Die Regierung werde sich um das Problem kümmern. Er habe bereits mit dem Justizminister, dem FBI-Chef und Kongressabgeordneten gesprochen und werde am Montag eine weitere Stellungnahme abgeben.

Trump diagnostizierte, die Schützen seien „wirklich, sehr ernst seelisch krank“. Probleme mit Schießereien gebe es schon seit Jahren. „Wir müssen das stoppen“, sagte er, nachdem er sich stundenlang nicht in der Öffentlichkeit hat blicken lassen, sich zunächst auf Tweets beschränkte, und ansonsten auf seinem Golfplatz in New Jersey blieb.

Bei den Massakern in El Paso und Dayton wurden am Wochenende 30 Menschen getötet. Unter ihnen sei auch der mutmaßliche Schütze von Ohio, gab die Polizei am Sonntag bekannt. Außerdem gab es mehr als 50 Verletzte. Die Angriffe ereigneten sich in weniger als 24 Stunden. Politiker reagierten entsetzt.

„Man erntet was man säht“, sagen die Demokraten

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Senator Cory Booker machte Trump für die Tat in El Paso mitverantwortlich. „Man erntet, was man sät. Und er sät die Saat des Hasses in diesem Land. Diese Ernte von Hass (und) Gewalt, die wir jetzt sehen, liegt vor seinen Füßen“, sagte Booker. Und weiter: „Er ist verantwortlich, weil er die Angst, den Hass und die Heuchelei schürt. Er ist verantwortlich, weil er es versäumt, weiße Vorherrschaft zu verurteilen. Er ist verantwortlich, weil er der Präsident der Vereinigten Staaten ist und nichts getan hat, um den Massen-Zugang von Waffen für Leute zu stoppen, die Gewalt ausüben wollen.“

Mitbewerber Senator Bernie Sanders fragte: „Was ist das für ein geistiger Zustand in Amerika, wo wir wieder und wieder diesen unbeschreiblichen Horror sehen?“

„Das ist krank“, sagte auch Kandidat und Ex-Vizepräsident Joe Biden. „Das geht über alles hinaus, was wir tolerieren sollten. Wir können die (Waffenlobbyorganisation) NRA besiegen. Wir können die Waffenhersteller besiegen.“

Trump spricht gerne von einer „Invasion“

Auch der mexikanische Vize-Außenminister Jesus Seade wies auf die Mitverantwortung des Präsidenten hin, ohne ihn direkt beim Namen zu nennen: „Solche mutwilligen Taten der fremdenfeindlichen Barbarei haben keinen Platz in der heutigen Welt“, schrieb er auf Twitter. Diese entstünden jedoch nicht im Vakuum. Die Rhetorik, die sie anstachle, müsse komplett eingestellt werden.“

Der Mörder von El Paso hatte kurz vor seiner Tat ein Manifest veröffentlicht. Darin äußert der Schreiber Sorge vor einer „Invasion“ von Menschen aus Lateinamerika in die USA. Dies könne dazu führen, dass die Demokraten die Wahlen in Texas und auch die Präsidentenwahlen gewinnen, schrieb er.

Eine „Rassenvermischung“ wäre der Untergang der Vereinigten Staaten. Das Manifest müsse dem Verdächtigen direkt zugeordnet werden, sagte der Polizeichef von El Paso, Greg Allen. Die Formulierung Invasion aus Lateinamerika hat auch Trump auf Kundgebungen verwendet.

Von RND/dpa/cb

Keine Lust auf Arbeit, dafür krude Rassentheorien im Kopf und Waffennarr: Der 21-jährige Massenmörder von El Paso führte vor seiner Tat ein eher klägliches Leben. Donald Trump dürfe man für seine Tat nicht verantwortlich machen, hatte er kurz vor dem Massaker erklärt.

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