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Deutschland / Welt Christine Lambrecht wird neue Justizministerin
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Christine Lambrecht wird neue Justizministerin
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13:32 19.06.2019
SPD-Politikern Christine Lambrecht. Quelle: dpa
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Berlin

Die hessische SPD-Politikerin Christine Lambrecht soll Katarina Barley im Juli als Bundesjustizministerin ablösen. Dies erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Mittwoch aus Regierungs- und Parteikreisen.

Der kommissarische SPD-Chef Torsten Schäfer-Gümbel will die Personalie am Nachmittag in Berlin bekanntgeben. Lambrecht soll das Ministerium zum 1. Juli übernehmen. Sie ist aktuell Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium und stammt aus dem hessischen Landesverband der SPD.

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Bekannt als parlamentarische Geschäftsführerin

Lambrecht wurde 1965 in Mannheim geboren, seit 1982 ist die Rechtsanwältin Mitglied der SPD. 1998 zog Christine Lambrecht für den Wahlkreis Bergstraße in den Deutschen Bundestag ein. Seitdem gehört die Mutter eines Sohnes dem Parlament an.

Bundesweit bekannt wurde die Juristin, als sie 2013 in der Nachfolge von Thomas Oppermann parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfaktion wurde. Dieses Amt übte Lambrecht vier Jahre lang aus. 2018 wechselte sie dann als Parlamentarische Staatssekretärin in das Bundesfinanzministerium von Olaf Scholz.

Lambrecht folgt auf die bisherige Justizministerin Katarina Barley, die in das Europaparlament nach Brüssel wechselt.

Kommissarische SPD-Vorsitzende gegen Nahles-Vorschlag

Der Fahrplan der SPD für die Barley-Nachfolge war nach dem überraschenden Rücktritt von Parteichefin Andrea Nahles ins Wanken geraten. Wochenlang blieb die Personalie deshalb offen. Lambrecht, die am Mittwoch 54 Jahre alt wurde, gehörte bisher nicht zum Favoritenkreis.

Nach Informationen der dpa trafen die drei kommissarischen SPD-Vorsitzenden Schäfer-Gümbel, Manuela Schwesig und Malu Dreyer die Personalentscheidung kurzfristig und übernahmen nicht Nahles’ Vorschlag.

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Von Gordon Repinski/RND