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Deutschland / Welt Karliczek fordert Länder zu raschen Schritten für Zentralabitur auf
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12:00 17.07.2019
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek dringt auf mehr Fairness und Vergleichbarkeit beim Abitur. Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/
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Berlin

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) fordert die Länder zu raschen Schritten für ein Zentralabitur auf. „Die Diskussion um ein Zentralabitur ist völlig richtig. Sie ist kein Thema für das Sommerloch, sondern muss jetzt ernsthaft vorangetrieben werden“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Die Länder sollten noch in diesem Jahr zu ersten Ergebnissen wie der Verabschiedung eines Fahrplans kommen“, fügte sie hinzu. Die Bundesbildungsministerin sagte: „Der Nationale Bildungsrat, über den wir schon so lange verhandeln, könnte in den kommenden Jahren bei Umsetzung dieses Vorhabens sehr hilfreich sein.“

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Niveau soll nicht sinken

OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher hatte Deutschland zu einem bundesweiten Zentralabitur geraten. „Ein Abitur auf Landesebene macht genauso wenig Sinn, wie dass jeder Provinzfürst seine eigene Währung druckt“, hatte er dem RND gesagt. Karliczek sagte dazu: „Die Aussagen von Herrn Schleicher sind völlig zutreffend. Wir brauchen mehr Fairness und Vergleichbarkeit beim Abitur in Deutschland.“ Eines dürfe aber nicht geschehen: „Das Niveau des Abiturs darf nicht sinken. Wir brauchen ein hohes Bildungsniveau, damit wir uns im internationalen Wettbewerb behaupten können“, sagte die Ministerin.

„Wir sollten jeder Schülerin und jedem Schüler aber auch deshalb eine möglichst gute Ausbildung mit auf den Weg geben, weil eine gute Bildung die Persönlichkeit jedes Menschen stärkt“, führte die CDU-Politikerin aus. „Prüfungen als Kontrolle des Gelernten gehören dazu“, so Karliczek.

Angestoßen hatte die Debatte über das Zentralabitur eine Ländervertreterin: Baden-Württemberg Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). „Wir brauchen in Deutschland innerhalb von fünf bis zehn Jahren ein zentrales Abitur und auch für andere Schulabschlüsse zentrale Prüfungen“, hatte sie dem RND gesagt. Es gibt aber auch viel Widerstand in den Ländern, die aufgrund ihrer Bildungshoheit im Föderalismus selbst entscheiden können. Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder betonte, seine Partei wolle das bayerische Abitur behalten.

Lesen Sie auch ein Porträt: Anja Karliczek – eine Ministerin sucht ihre Mission

Von Tobias Peter/RND

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