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Deutschland / Welt Britischer Konsulatsmitarbeiter aus Hongkong in China festgenommen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Britischer Konsulatsmitarbeiter aus Hongkong in China festgenommen
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12:15 21.08.2019
Bereitschaftspolizisten beobachten Demonstranten während eines Protests in Hongkong. Quelle: Ivan Abreu/SOPA Images via ZUMA
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Peking

Ein Mitarbeiter des britischen Konsulats in Hongkong ist nach chinesischen Angaben in Shenzhen im Südosten des Landes festgenommen worden. Der Mann sei von der Polizei für 15 Tage in "Administrativhaft" gesetzt worden, weil er Gesetze zur öffentlichen Sicherheit verletzt habe, teilte ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums am Mittwoch mit.

Simon Cheng Man-Kit wurde seit einer Geschäftsreise vermisst, wie lokale Medien am Vortag berichtet hatten. Er hatte demnach ein Wirtschaftstreffen in Shenzhen im Südosten Chinas besucht. "Wir sind über Berichte besorgt, dass ein Mitarbeiter unseres Teams bei der Rückkehr von Shenzhen nach Hongkong festgenommen worden ist", hatte das britische Außenministerium am Dienstag in London mitgeteilt.

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Der 28-Jährige verschwand demnach bereits am 8. August an der Grenze auf dem Weg zurück nach Hongkong. "Ich überquere jetzt die Grenze ... Bete für mich", soll er zuletzt an seine Freundin geschrieben haben.

Im Video: Peking droht Demonstranten in Hongkong mit Gewalt

Peking droht Demonstranten in Hongkong mit Gewalt

In der einstigen britischen Kronkolonie Hongkong kommt es seit mehr als zwei Monaten immer wieder zu massiven regierungskritischen Protesten. Auslöser der Demonstrationen war ein - inzwischen auf Eis gelegter - Gesetzentwurf der Regierung zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China. Peking hat mehrfach London gewarnt, sich nicht in den Konflikt einzumischen.

Hongkong gehört seit dem Abzug der Briten 1997 wieder zu China. Als Sonderverwaltungszone hat es eigentlich noch bis 2047 umfangreiche Sonderrechte garantiert. Viele fürchten nun darum. Zentrale Forderungen der Demonstranten sind freie Wahlen und eine unabhängige Untersuchung von Polizeigewalt bei früheren Demonstrationen. Aus der Menge wurden aber auch Rufe nach Unabhängigkeit laut.

RND/dpa