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Deutschland / Welt Anschlag in Halle: Attentäter produzierte mit 3-D-Drucker Waffen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Anschlag in Halle: Attentäter produzierte mit 3-D-Drucker Waffen
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21:09 10.10.2019
Halle: In dem Videostandbild geht ein Mann mit einer Waffe eine Straße entlang. Quelle: ATV-Studio/AP/dpa
Halle

Der Attentäter von Halle führte nach einem Medienbericht bei seiner Tat auch Waffen bei sich, die teilweise mit 3-D-Druckern hergestellt worden waren. Das ZDF-Magazin „Frontal 21“ berichtete am Donnerstag, Stephan B. habe die aus Kunststoff bestehenden Teile hergestellt. Zudem habe er 3-D-Anleitungen unter anderem für Magazine und andere Waffenteile ins Internet gestellt.

Einen Tag nach dem mutmaßlich rechtsextremistischen Anschlag in Halle sind Trauer und Entsetzen groß. Hunderte Menschen trafen sich in Halle, um der Opfer zu gedenken. Auch Spitzenpolitiker schlossen sich den trauernden Hallensern an - so zum Beispiel Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Innenminister Horst Seehofer.

In einem vor der Tat verfassten Dokument beschreibt der Attentäter anhand von Fotos detailliert seine Bewaffnung. Er führt aus, dass diese selbst gebauten Waffen nicht zuverlässig seien. Zudem behauptet er in dem Schreiben, selbst Anleitungen zum Waffenbau veröffentlicht zu haben. In seinem live im Internet übertragenen Video des Anschlags kommentiert er mehrfach den Einsatz seiner in Eigenbau hergestellten Waffen. Die Polizei in Halle kann nach eigenen Angaben nicht bestätigen, dass der Täter Waffenteile aus dem 3-D-Drucker verwendete.

Am Tag nach dem Anschlag in Halle: Die Situation im Wohngebiet des Täters

In dem Tatvideo ist zu sehen, wie bei dem Anschlag in mindestens zwei Fällen Ladehemmungen Menschen das Leben retten. Der Täter hatte am Mittwoch zwei Menschen erschossen und mehrere verletzt. Er wurde anschließend festgenommen.

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