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Deutschland / Welt Obama lädt Merkel ein
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Obama lädt Merkel ein
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22:08 08.01.2014
Von Stefan Koch
Foto: Angela Merkel will nach ihrer Genesung in die US-Bundeshauptstadt reisen, um mit Präsident Obama unter anderem über das transatlantische Freihandelsabkommen zu besprechen.
Angela Merkel will nach ihrer Genesung in die US-Bundeshauptstadt reisen, um mit Präsident Obama unter anderem über das transatlantische Freihandelsabkommen zu besprechen. Quelle: dpa
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Washington

In einem längeren Telefonat hatte US-Präsident Barack Obama am Mittwoch die Kanzlerin Angela Merkel in die US-Hauptstadt eingeladen. Ob auch die umstrittenen Überwachungsprogramme der amerikanischen Geheimdienste auf der Tagesordnung stehen, die seit Monaten die deutsch-amerikanischen Beziehungen belasten, wollte Jay Carney, Sprecher des Weißen Hauses, nicht bestätigen. Obama habe am Mittwoch mit Merkel persönlich wollen, um ihr vor allem eine baldige Genesung nach ihrem Skiunfall zu wünschen, sagte Carney.

Bei ihrem letzten Besuch 2011 in Washington wurde der Kanzlerin von Obama die amerikanische Freiheitsmedaille verliehen, die höchste zivile Auszeichnung der USA. Zwei Jahre später wurde der Gegenbesuch des Präsidenten in Berlin bereits durch die beginnende Affäre der National Security Agency überschattet. Gleichwohl beschwor der US-Präsident bei seinem Auftritt vor dem Brandenburger Tor die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen im 21. Jahrhundert.

Erst im Oktober kam durch Enthüllungen des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden ans Licht, dass offenbar auch Merkels persönliches Mobiltelefon und die Telefone anderen Spitzenpolitiker abgehört wurden. Das Kanzleramt ließ damals dem Weißen Haus unverblümt mitteilen, dass diese Praktiken "völlig inakzeptabel" seien und einen gravierenden Vertrauensbruch darstellen würden.

Die harsche Kritik aus Deutschland und anderen verbündeten Staaten blieb nicht ohne Wirkung: Noch in diesem Monat will Obama eine Reform der Geheimdienste auf den Weg bringen. Einem gegenseitigen Ausspähverbot, wie es von der Bundesregierung angestrebt wird, werden allerdings keine Chancen eingeräumt. 

08.01.2014
Margit Kautenburger 08.01.2014