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Panorama Zugunglück bei Hindufest: Lokführer hatte wohl Grünes Licht
Nachrichten Panorama Zugunglück bei Hindufest: Lokführer hatte wohl Grünes Licht
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18:53 20.10.2018
Menschen haben sich an der Unglücks-Stelle versammelt. Quelle: Prabhjot Gill//dpa
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Amritsar

Nachdem bei einem Zugunglück in Indien am Freitag Dutzende Menschen starben, beginnt nun die Suche nach der Ursache. Ministerpräsident Amarinder Singh ordnete dafür eine behördliche Untersuchung an. Innerhalb von vier Wochen sollen Ergebnisse vorliegen, schrieb die „Times of India“.

Der Zug war am Freitagabend in eine Menschenmenge auf den Schienen gefahren und hat mindestens 60 Gläubige getötet. Unter den Opfern sollen laut Augenzeugen auch Kinder sein. Das Unglück geschah in der Nähe der Stadt Amritsar im Bundesstaat Punjab im äußersten Norden Indiens.

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Und einen Tag danach werden kritische Stimmen laut: Wie konnte es zu dem Unglück in dem nördlichen Bundesstaat Punjab kommen? Warum wurde das Fest so nahe an den Gleisen genehmigt? Weshalb wurde nichts unternommen, um den Zug zu stoppen? Wer trägt die Schuld?

Veranstalter des Festes sind untergetaucht

Die Polizei nahm zunächst den Lokführer für Vernehmungen fest. Laut der Nachrichtenagentur IANS sagte der Mann, er habe ein grünes Signal gehabt und nicht gewusst, dass Hunderte Menschen auf den Schienen gestanden haben. Die „Times of India“ schrieb außerdem, der Rauch des Feuerwerks habe seine Sicht behindert.

Die Eisenbahngesellschaft weist grundsätzlich jede Verantwortung von sich. „Es wäre falsch zu sagen, die Bahn sei für das Unglück verantwortlich“, zitierte die indische Nachrichtenagentur Ani den Bahn-Chef Ashwani Lohani. Die Bahn sei nicht vorab über die Feierlichkeit informiert worden. Die Menschen müssten besser aufpassen, um nicht in den Schienenbereich zu treten.

Gegen die Veranstalter des Festes wurde laut lokalen Medien zunächst nicht vorgegangen. Die Verantwortlichen seien untergetaucht, meldete der Sender News 18 India. Die „Times of India“ berichtete, es habe laut Stadtverwaltung keine Genehmigung für das Fest gegeben.

Ministerpräsident Singh ordnete angesichts der Tragödie eine eintägige Trauer in dem Bundesstaat an. Er sagte den Opfern Hilfe zu. Verletzte würden kostenlos behandelt, den Familien von Opfern werde ebenfalls finanziell geholfen.

Von RND/dpa/lf

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