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Panorama Wikinger-Superfood aus dem Kühlregal: Skyr im Trend
Nachrichten Panorama Wikinger-Superfood aus dem Kühlregal: Skyr im Trend
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11:00 27.01.2019
Isländisch eben: Skyr mach sich auf den Weg, die Kühlregale der Welt zu erobern. Quelle: Etienne Voss/iStock
Hannover

Ausgesprochen klingt der Name im ersten Moment, als hätte man sich verschluckt. Doch im Neonlicht des Kühlregals mag die Aufschrift Skyr auf Molkereierzeugnissen assoziative Bilder von Eisbergen, Wasserfällen und Nordlichtern vermitteln.

Das Lebensmittelrecht deklariert Skyr als Frischkäse. Geschmacklich ist das aktuelle Lieblingsprodukt von Clean-Food-Jüngern mit Magerquark oder Joghurt zu vergleichen. Auf Basis entrahmter Kuhmilch hergestellt und mit Bakterienkulturen angereichert, soll die cremige Masse besonders viel Eiweiß und Kalzium liefern, kalorienarm sein, aber aufgrund des hohen Proteingehalts trotzdem satt machen.

Tatsächlich sollen die Wikinger vor mehr als 1000 Jahren die Proteinbombe erfunden und nach Island gebracht haben. Dort zählt Skyr zur traditionellen Küche. In Deutschland kamen erstmals 2015 Produkte mit Skyr auf den Markt: Ein dänischer Hersteller mit Molkerei-Ableger in Mecklenburg-Vorpommern nutzte die Low-Carb-Welle und brachte das kohlenhydratarme Wikinger-Superfood unter die Besseresser.

Island hat zu wenig Kühe

Andere Marken zogen nach. Doch bisher kommt kein Produkt direkt aus Island – geschweige denn von isländischen Kühen. Davon hat die kleine Nation viel zu wenig, um ganz Europa oder obendrein gar noch die USA mit zu versorgen. Das ärgert die isländischen Milchwirtschafter. Bislang blieb ihnen jedoch nichts anderes übrig, als ihren Unmut über die ausländische Konkurrenz in einem Werbespot zum Ausdruck zu bringen. Darin macht sich ein sprechender isländischer Skyr-Becher über eine deutsch-dänische Kopie lustig. Alles Quark?

Während manche Ernährungsexperten den gesunden Effekt von regelmäßigem Skyr-Genuss für Blutdruck (viel Eiweiß und wenig Kohlenhydrate regulieren den Blutzucker) und Knochen (Kalzium beugt Osteoporose vor) rühmen, sagen andere, man könne auch einfach Magerquark mit Wasser verrühren. Das erziele ähnliche Ergebnisse und sei im Schnitt bis zu 40 Prozent preiswerter.

Da ließe sich womöglich noch einiges für einen Island-Urlaub ansparen. Oder für eine Reise nach New York. Denn da bekommt man auch ein Stück Island serviert – authentischer und leidenschaftlicher noch als vielleicht in Island selbst, wenn man Siggi Hilmarsson und den Medienberichten über ihn glaubt.

Original isländisches Rezept in New York

Den gebürtigen Isländer hatte es als Student nach New York verschlagen, wo er schließlich als Wirtschaftsprüfer arbeitete. Aber jedes Mal, wenn er in einem amerikanischen Supermarkt vor einem Kühlregal mit überzuckerten Joghurts stand, überkam ihn so großes Heimweh nach Island, dass er irgendwann seinen Job schmiss, um eine Molkerei in New York aufzubauen und Skyr zu produzieren.

Das Unternehmen Siggi’s Dairy gibt es seit 2004. Es ist mittlerweile nicht nur Kult unter Low-Carb-Fans, sondern zählt laut dem Magazin „Forbes“ auch zu den am schnellsten wachsenden Lebensmittelmarken der USA.

Die Milch kommt nach Angaben des Herstellers von grasenden Kühen aus den Weiten Wisconsins. Fern von Gletschern und Geysiren. Doch immerhin sieht Hilmarsson mit Bart und langer Mähne aus wie ein Hollywood-Wikinger. Seine Rezeptur ist zudem angeblich original isländisch: Sie stammt aus der Küche seiner Mutter.

Von Kerstin Hergt

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