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Panorama Weniger Vandalismusschäden auf Spielplätzen
Nachrichten Panorama Weniger Vandalismusschäden auf Spielplätzen
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12:00 18.04.2015
Auf dem "Koggestrand" Spielplatz in Osnabrück wurde ein Spielschiff großflächig mit roter Graffiti-Schrift verunstaltet.
Auf dem "Koggestrand" Spielplatz in Osnabrück wurde ein Spielschiff großflächig mit roter Graffiti-Schrift verunstaltet. Quelle: dpa
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Hannover

Vandalismusschäden auf Spielplätzen in Niedersachsen nehmen nach Einschätzung des TÜV ab. Grund dafür seien wahrscheinlich die immer stabileren Materialien für Spielgeräte, sagt Goran Zovak vom Tüv Nord. In einigen Städten und Gemeinden engagieren sich außerdem Bürger als Spielplatzpaten. Sie schauen regelmäßig auf den Spielplätzen nach dem Rechten. Stimmt etwas nicht, wenden sie sich an die Polizei oder an die Gemeinde. In Neu-Wulmstorf hat das zu einem Rückgang des Vandalismus geführt.

In der Gemeinde im Landkreis Harburg war Ende 2012 ein Spielplatz stark verwüstet worden. Unbekannte hatten ein 1,5 Meter tiefes Loch gebuddelt, Büsche herausgerissen und auf dem Spielgelände verteilt. Wer für die Verwüstung verantwortlich war, wisse die Gemeinde bis heute nicht, sagt Klaus Triewe, Fachbereichsleiter für Ordnung und Soziales. Der Fall habe viele Menschen bewogen, stärker auf den Zustand der Spielplätze zu achten. „Sie gehen regelmäßig auf Spielplätze in ihrer Wohnumgebung und schauen nach, ob alles in Ordnung ist.“

Die Stadt Osnabrück hat gute Erfahrungen mit neuen Baumaterialien auf ihren Spielplätzen gemacht. Seit einigen Jahren bestehen fast alle Geräte nicht mehr aus Metall, sondern aus dem sehr widerstandsfähigen Robinienholz. „Früher war ein Problem bei uns, dass Metalldiebe immer mal wieder Teile von Geräten abgeflext und mitgenommen haben“, sagt Marion Niemeyer von der Stadt Osnabrück. „Da sind wir mit den Holzgeräten jetzt deutlich besser dran.“

Allerdings schützt das neue Material auch nicht vor allen Formen des Vandalismus, wie die Stadt erst vor kurzem erfahren musste: Mitte März wurde ein beliebtes Spielschiff auf einem Spielplatz in der Innenstadt großflächig mit roter Graffiti-Schrift verunstaltet. Auch auf den 440 Spielplätzen in der Landeshauptstadt gibt es solche Fälle immer wieder. „Das Spektrum reicht von Graffiti über Müll bis hin zur Zerstörung“, sagt Alexis Demos von der Stadt Hannover.

Prüfgesellschaften wie der TÜV oder die Dekra kontrollieren nach Angaben der Kommunen im Auftrag der Städte und Gemeinden regelmäßig alle Spielplätze. Zudem gibt es einmal jährlich eine große Inspektion.

lni

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