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Panorama Wahlkampf der AfD endet für zwei Blaumeisen-Küken tödlich
Nachrichten Panorama Wahlkampf der AfD endet für zwei Blaumeisen-Küken tödlich
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08:56 03.06.2019
In Bayern starben zwei Blaumeisen-Küken unter einem Flyer der AfD. Quelle: picture alliance / WILDLIFE
Pfarrkirchen

Der DIN A4 große Hinweiszettel war eigentlich kaum zu übersehen: Im bayerischen Pfarrkirchen hatte sich eine Blaumeisenfamilie einen Briefkasten als Nistplatz ausgesucht. Um die Tiere zu schützen, baten die Bewohner darum, Post in den Zeitungskasten zu legen. Doch es half nichts: Die jungen Tiere starben – durch einen Flyer der AfD.

Wie der „Bayerische Rundfunk“ berichtet, hatten sich bereits im April Blaumeisen im Briefkasten des ehemaligen Bürgermeisters von Pfarrkirchen, Georg Riedl, eingenistet. Auf das DIN A4 große Bild einer Blaumeise schrieb er „Besetzt! Post bitte in den Zeitungskasten“ und klebte den Zettel an das neue Zuhause seiner kleinen Mitbewohner.

Vögel hörten plötzlich auf zu piepsen

„Nach einiger Zeit konnten wir auch das Piepsen aus dem Briefkasten hören und wir haben uns wahnsinnig gefreut. Und alle Briefträger haben das Schild respektiert“, so Riedl zum „BR“. Mit einer Ausnahme: Kurz vor der Europawahl landete ein Wahlwerbeprospekt der AfD in seinem Briefkasten. Riedl hatte nachgeschaut, weil das sonst so muntere Piepsen plötzlich verstummt war. Zwei Küken seien von dem Prospekt bedeckt gewesen und gestorben.

Riedl wendete sich auf der Suche nach dem Verantwortlichen an die AfD-Geschäftsstelle in Landshut und forderte eine großzügige Spende für den Vogelschutzbund. Die Partei habe angegeben, dass sie den Verantwortlichen ausfindig machen wolle. Außerdem erklärten sie den tragischen Vorfall damit, dass „der Flyer nachts bei schlechten Lichtverhältnissen eingeworfen“ worden sei. Eine Spende für den Bund für Vogelschutz in Höhe von 100 Euro sei veranlasst.

Von RND/mat

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