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Panorama Vier Todesfälle: Erste Hinweise im Fall der falschen Ärztin
Nachrichten Panorama Vier Todesfälle: Erste Hinweise im Fall der falschen Ärztin
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17:13 02.11.2019
Eine mutmaßlich falsche Ärztin soll in dieser Klinik ohne entsprechende Ausbildung Patienten betäubt haben. Quelle: Uwe Zucchi/dpa
Fritzlar/Homberg

Bei der Polizei sind erste Hinweise aus der Bevölkerung im Fall der mutmaßlich falschen Ärztin in Nordhessen eingegangen. Die Ermittler in Homberg/Efze sprachen am Samstag von einer niedrigen zweistelligen Zahl. Zum Inhalt machten sie keine Angaben. Die Frau sitzt wegen mehrerer Todesfälle in einer Klinik in Fritzlar in Untersuchungshaft. Die 48-Jährige soll ohne entsprechende Ausbildung Patienten betäubt haben. Durch fehlerhafte Anästhesien soll sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft in vier Fällen den Tod der Patienten verursacht haben; in acht weiteren Fällen sollen Gesundheitsschäden eingetreten sein. Ob es weitere Opfer gibt, prüfen die Behörden noch. Sie richteten am Freitag eine Telefonnummer für Hinweise und Fragen von Betroffenen sowie Angehörigen ein.

Frau hat nicht mal ärztliche Zulassung

Die Frau war von 2015 bis 2018 als Assistenzärztin in einer Klinik in Fritzlar (Schwalm-Eder-Kreis) tätig. Doch die 48-Jährige hatte laut Gutachten nicht die erforderlichen Fachkenntnisse. Sie habe nicht einmal eine ärztliche Zulassung, heißt es. Die Ermittler werfen ihr vor, Fehler bei der Behandlung gemacht zu haben. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln unter anderem wegen des Verdachts des Totschlags, gefährlicher Körperverletzung, Urkundenfälschung, Betrugs und des Missbrauchs von Titeln.

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Polizei führt Durchsuchungen durch

Die Frau war am Dienstag in Untersuchungshaft gekommen. Gleichzeitig gab es Durchsuchungen in der Klinik in Hessen. Die Privaträume der Frau, die zuletzt in Kiel wohnte, sowie die Arbeitsplätze von zwei Medizinern in Hessen und in Brandenburg wurden ebenfalls durchsucht. Geprüft wird den Ermittlern zufolge, ob die damals in der Klinik tätigen Ärzte ihre Aufsichtspflicht verletzten, indem sie die Frau als Anästhesistin trotz mangelhafter Leistungen weiter arbeiten ließen.

RND/dpa

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