Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Panorama Verwechslung - Arzt führt Abtreibung bei der falschen Frau durch
Nachrichten Panorama Verwechslung - Arzt führt Abtreibung bei der falschen Frau durch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:35 24.09.2019
Eine Ultraschalluntersuchung bei einer Schwangeren. (Symbolbild) Quelle: dpa
Seoul

Die Verwechslung von Patientendaten hat in einem Krankenhaus in Südkorea zu einer irrtümlichen Abtreibung bei einer Frau in der sechsten Schwangerschaftswoche geführt. Die Polizei im Seouler Stadtteil Gangseo ermittle gegen einen Arzt und eine Krankenschwester wegen Pflichtvernachlässigung, berichteten "The Korea Herald" und andere südkoreanische Zeitungen. Beiden Beschuldigten werde vorgeworfen, die Identität der Schwangeren vor dem Eingriff nicht überprüft zu haben.

Schwangere Frau bekam Betäubung statt Infusion

Der Zwischenfall ereignete sich demnach schon Anfang August. Als die damals schwangere Frau, eine Vietnamesin, das Krankenhaus aufgesucht habe, sei ihr gesagt worden, sie benötige eine Infusion. Stattdessen habe sie infolge einer Verwechslung der Patientenakte eine Betäubungsspritze erhalten. Als sie wegen Blutungen einen Tag später wieder in die Klinik kam, habe man ihr gesagt, ihr Fötus sei abgetrieben worden.

Abtreibung ist in Südkorea illegal

Warum bei der anderen Frau eine Abtreibung vorgenommen werden sollte, ging aus den Berichten nicht hervor. In Südkorea ist eine Abtreibung, von Ausnahmen abgesehen, illegal. Frauen, die abtreiben lassen, droht bei einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr. Ärzte, die den Eingriff durchführen, können mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden.

Das Verfassungsgericht hatte im April das Parlament aufgerufen, das 66 Jahre alte Abtreibungsgesetz bis Ende 2020 so zu lockern, dass ein Schwangerschaftsabbruch im frühen Stadium möglich wird.

Lesen Sie auch: Nach sechs Fehlgeburten: Kind (2) von US-Paar stirbt in überhitztem Auto

RND/dpa

Eine junge Mutter und ihr Neugeborenes sterben, nachdem sie ein Mittel aus einer Kölner Apotheke eingenommen haben. Wie viele Patienten sind noch betroffen? Eine Mordkommission ermittelt.

24.09.2019

In Mecklenburg-Vorpommern erleidet die sechsjährige Leonie einen gewaltsamen Tod. Der Stiefvater steht vor Gericht, weil er das Kind so schwer misshandelt haben soll, dass es an den Folgen starb. Zum Prozessauftakt kochen die Emotionen hoch.

24.09.2019

In mindestens zwei Fällen soll ein US-Polizist an einer Schule kleine Kinder festgenommen haben – eines landete sogar im Jugendgefängnis. Für den Mann hat das jetzt Konsequenzen.

24.09.2019