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Panorama Veranstalter beenden Berlin-Festival vorzeitig
Nachrichten Panorama Veranstalter beenden Berlin-Festival vorzeitig
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17:04 11.09.2010
Am Sonnabend werden die Konzerte auf dem stillgelegten Flughafen Berlin-Tempelhof schon um 23 Uhr enden - statt am Sonntagmorgen.
Am Sonnabend werden die Konzerte auf dem stillgelegten Flughafen Berlin-Tempelhof schon um 23 Uhr enden - statt am Sonntagmorgen. Quelle: dpa
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Am Sonnabendfrüh um 2.30 Uhr war der erste Tag des Berlin Festivals vorbei. Noch vor dem Auftritt des berühmten DJs Fatboy Slim brachen die Veranstalter das Festival ab, weil sich zu viele Besucher vor den Einlassschleusen auf dem Tempelhofer Gelände stauten. Seit den schrecklichen Erfahrungen bei der Loveparade in Duisburg sind die Veranstalter offenbar sensibilisiert: Eine Massenpanik wegen zu engen Raums mit 21 Toten wie im Ruhrgebiet wollten die Berliner auf keinen Fall riskieren.

So endet das Festival auch am Sonnabend vorzeitig. Statt wie geplant bis 6.30 Uhr am Sonntagmorgen sollen die Konzerte nur bis 23 Uhr laufen. Die meisten Auftritte werden in einen neuen Zeitplan gezwängt. Die Veranstalter planen, „gegebenenfalls ein Zusatzevent auf die Beine zu stellen“.

Die Betreiber des zweitägigen Festivals konnten sich eigentlich über gute Zahlen freuen. Alle Karten waren ausverkauft. Sprecher Carsten Stricker rechnete mit insgesamt mehr als 20 000 Besuchern auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens Tempelhof. Während die irische Punk-Band „Cast of Cheers“ am Freitag um 14 Uhr noch vor rund 150 Leuten das Festival eröffnet hatte, strömten in den nachfolgenden Stunden immer mehr junge Menschen unter das riesige Flughafenvordach und in zwei Hangars, wo überall Bühnen standen.

Im Laufe der Nacht drängte schließlich alles zur Bühne des Hangars 4, dessen Eingänge schließlich verstopften. Trotz der späten Stunde waren noch viele Besucher auf dem Gelände, die von 3.30 Uhr an den Auftritt von Fatboy Slim erleben wollten. Der Abbruch der Veranstaltung sei laut den Veranstaltern bewusst und im Sinne größtmöglicher Sicherheit getroffen worden. Die Ereignisse der Loveparade in Duisburg überschatten alles. „Mit Sicherheit hat man Duisburg im Hinterkopf gehabt“, so Sprecher Sven Städtler. „Wir wollten vermeiden, dass es zu Verletzten kommt.“

dpa