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Panorama Trophäenjagd: Amerikaner zahlt 100.000 Dollar, um seltene Schraubenziege zu erlegen
Nachrichten Panorama Trophäenjagd: Amerikaner zahlt 100.000 Dollar, um seltene Schraubenziege zu erlegen
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10:41 17.01.2019
Von den Schraubenziegen gibt es nur noch 6000 freilebende Exemplare. Quelle: Kenneth W Fink/picture alliance
Islamabad

Ein Amerikaner hat in Pakistan 100.000 Dollar (rund 88.000 Euro) dafür gezahlt, eine seltene Schraubenziege, auch Markhor genannt, töten zu dürfen. Der Mann, der als Jäger bekannt ist, habe das Nationaltier Pakistans am Samstag erlegt, berichten pakistanische und amerikanische Medien.

Die Schraubenziege steht auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten, auch wenn ihr Bestand wieder zunimmt. Ihr Horn ist auf dem Weltmarkt beliebt. Insgesamt gibt es nur noch 6000 freilebende Schraubenziegen, die meisten leben in den Bergen zwischen Pakistan und Afghanistan.

Alte und große Tiere werden erlegt

Dennoch haben die Behörden insgesamt vier Lizenzen für diese Saison verteilt, jeweils ein Tier erlegen zu dürfen. Dabei handele es sich um sehr alte oder besonders große Tiere, sagt die Verwaltung der Gilgit-Baltistan-Region.

Full Curl Friday: GSCO Life Member John Amistoso with his huge Kashmir Markhor from Pakistan.

Gepostet von Grand Slam Club / Ovis am Freitag, 24. März 2017

Laut ihr wurden seit Saisonbeginn bereits 50 Himalaya-Steinböcke und zwölf Blauschafe von Trophäenjägern erlegt. Die jährliche Abschussquote würde zusammen mit Umweltexperten festgelegt. Die Einnahmen gingen zum Großteil an die Gemeinschaft, und zu einem Fünftel an die Verwaltung.

Amerikaner ist für Trophäenjagd bekannt

Tierschützer kritisieren die Trophäenjagd. Auf Facebook bezeichnete die Organisation „Saving Wildlife Pakistan“ den Abschuss der Schraubenziege als Schande.

Es war nicht die erste Trophäenjagd des Amerikaners, auf der Seite der Jäger-Vereinigung „Gran Slam Club Ovis“ wird er als lebenslanges Mitglied geführt. Dort tauchen immer wieder Fotos auf, die ihn mit verschiedenen toten Schaf- und Ziegenarten zeigen.

Von RND/msk

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