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Panorama Thomas Anders: „Der Streit mit Dieter Bohlen hängt mir bis heute nach“
Nachrichten Panorama Thomas Anders: „Der Streit mit Dieter Bohlen hängt mir bis heute nach“
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08:56 15.10.2018
Der Sänger Thomas Anders. Quelle: Uwe Zucchi/dpa

Herr Anders, in ein paar Tagen erscheint Ihr zweites deutschsprachiges Album „Ewig mit Dir“. Warum singen Sie nach all den Jahren jetzt auf Deutsch?

Ich bin seit 40 Jahren dabei, habe 25 Alben herausgebracht. Ich wollte mal etwas anderes machen. Lange Zeit gefiel mir gesungenes Deutsch nicht. Doch das hat sich geändert, die deutsche Musiksprache ist jünger geworden.

In Russland und Osteuropa waren und sind Sie und insbesondere Modern Talking erfolgreicher als hierzulande. Sie sind sogar Ehrenprofessor der Nationaluniversiät in Kiew. Wie erklären Sie sich das?

Es ist ein bisschen so wie der Prophet im eigenen Land. Nirgendwo wurde über Modern Talking so diskutiert wie in Deutschland – insbesondere über das Verhältnis Dieter Bohlen und Thomas Anders. In Osteuropa ging es mehr um die Musik. Wir waren damit so populär, weil wir das richtige Timing hatten. Nach der Ankündigung von Glasnost Anfang 1986 war Modern Talking die erste westliche Band, die ihre Alben offiziell in der Sowjetunion verkaufen durfte. Wir standen für westliche, moderne Musik, und Modern Talking war zu der Zeit das Hotteste, was es in Europa gab – auch weil wir nicht politisch waren. Erst neulich hat ein Konzertbesucher in Russland zu mir gesagt: „Mit deiner Musik fing die Öffnung an.“

Das deutsche Pop-Duo „Modern Talking“ mit Thomas Anders (l.) und Dieter Bohlen im Jahr 1985. Quelle: Roland Witschel/dpa

Sie sind erfolgreich, verdienen viel Geld – und trotzdem raten Sie Ihrem 15-jährigen Sohn, nur nicht in Ihre Fußstapfen zu treten.

Ich bin ein Glücksfall. Ich habe über 120 Millionen Tonträger verkauft – das könnte mein Sohn nie schaffen. Außerdem würde er immer mit seinem Vater verglichen werden. Er soll seinen eigenen Weg gehen.

Neuerdings sind sie auch als Juror für die Castingshow „X-Faktor“ zu sehen. Was machen Sie dort anders als Dieter Bohlen in „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS)?

Jeder von uns ist anders und X-Faktor ist nicht DSDS. Ich bin in der Show aufgrund meiner Musikkompetenz.

Sie hatten nie ein einfaches Verhältnis zu Dieter Bohlen. Warum haben Sie 1998 überhaupt einem Comeback von Modern Talking zugestimmt?

Ich stand dem Comeback zunächst kritisch gegenüber, musste bei dem Angebot erst einmal tief durchatmen. Meine damalige Freundin und jetzige Frau war allerdings sofort Feuer und Flamme. Dass Modern Talking dann noch erfolgreicher wurde als beim ersten Mal, konnte man damals noch nicht wissen.

Sie und Bohlen stritten sich später sogar vor Gericht.

Ja, und das hängt bis heute nach. Aber das, was Dieter mir damals vorgeworfen hat, ich hätte bei der Abrechnung unseres Fahrdienstes in die Schatulle gefasst, konnte ich so nicht stehen lassen. Es war so absurd, das hat mich wirklich böse gemacht. Ich habe ja am Ende auch recht bekommen.

Und wie ist das Verhältnis heute?

Er macht seins, ich mache meins. Wir haben ein komplett neutrales Verhältnis. Wir sehen uns kaum. Ich bin ja viel auf Tournee, in Musiksendungen, Dieter Bohlen arbeitet in Fernsehstudios. Es gibt aber natürlich noch die Schnittmenge der Marke Modern Talking.

Apropos Marke. Existiert die legendäre Nora-Kette noch?

Die goldene Kette, die damals 5000 Mark gekostet hat, liegt im Safe. Eigentlich war die Kette ja nur als Spaß gemeint. Udo Lindenberg hatte damals einen Panic-Gürtel, ich ließ diese Kette gießen. Dafür hätte ich einen Marketing-Preis verdient. Noch nach 30 Jahren wird darüber offenbar geredet, was für ein Branding! Und sieht man sich heute die Rapper an, war ich tatsächlich Trendsetter.

Ab Herbst erkunden Sie in einer Show namens „Du ahnst es nicht“ die Stammbäume Ihrer Gäste. Was gibt es in Ihrer Familiengeschichte Spannendes zu entdecken?

Bei mir wurde tatsächlich Ahnenforschung betrieben und zum Thema einer Sendung gemacht. Deshalb kann ich hier noch nichts verraten.

Von Heike Manssen/RND

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