Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Panorama Statement des Könighauses: Prince Andrew ist “entsetzt” über Epstein-Vorwürfe
Nachrichten Panorama Statement des Könighauses: Prince Andrew ist “entsetzt” über Epstein-Vorwürfe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:47 19.08.2019
Jeffrey Epstein, der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt wurde, hat sich in seiner Zelle umgebracht. Quelle: Handout/New York State Sex Offen
Anzeige
London

Nach dem Tod des US-Milliardärs und mutmaßlichen Sexualverbrechers Jeffrey Epstein (66), hat das britische Königshaus ein Statement veröffentlicht. Prince Andrew (59) war immer wieder mit der brisanten Vergangenheit Epsteins in Verbindung gebracht worden - nun verteidigt er sich erstmals gegen die Anschuldigungen.

In dem Statement des Buckingham Palace heißt es, der Prinz sei "entsetzt" über die Vorwürfe und über die "jüngsten Berichte über Jeffrey Epsteins mutmaßliche Verbrechen". Seine königliche Hoheit bedauere "die Ausbeutung eines jeden Menschen". Und der Vorwurf, an einem solchen Verhalten mitzuwirken oder es zu fördern sei "abscheulich".

Anzeige

Lesen Sie auch: Fall Epstein legt Zustände in US-Gefängnissen offen

Medien zeigen Video von Andrew

Die britische Zeitung „Mail on Sunday“ hat zuvor ein Video veröffentlicht, das Prinz Andrew angeblich im Haus Epsteins zeigt. In dem Video winkt er einer Frau zum Abschied lächelnd hinterher.

Die Zeitung hatte herausgefunden, dass Prince Andrew den Milliardär und seine Entourage 1999 im königlichen Palast Balmoral in Schottland empfangen hatte. Zu dem Zeitpunkt habe Epstein bereits angefangen, minderjährige Mädchen als Sex-Sklaven zu „rekrutieren“. Zwei Jahre später solle auch Andrew eine Minderjährige, die Epstein „angestellt" hatte, in London getroffen haben. Ein Foto zeigt die beiden zusammen auf einer Party.

Für Andrew ist die Verbindung zu Epstein extrem brisant. Zuletzt war Epstein „Spezial Gesandter der britischen Industrie“ - nach Bekanntwerden der Vorwürfe trat er von dieser Rolle zurück.

Tod in Gefängniszelle

Epstein war vor anderthalb Wochen tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden worden. Der 66-Jährige soll jahrelang minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben.

Bei einer Verurteilung hätten Epstein, der gute Kontakte zu Politikern und Prominenten hatte, bis zu 45 Jahre Haft gedroht. Zu seinen Freunden zählten einst Ex-US-Präsident Bill Clinton und der heutige Präsident Donald Trump.

RND/msc