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Panorama Schwangere wird in den Bauch geschossen – und für den Tod ihres ungeborenen Kindes angeklagt
Nachrichten Panorama Schwangere wird in den Bauch geschossen – und für den Tod ihres ungeborenen Kindes angeklagt
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07:50 28.06.2019
Schwangere können in Alabama bestraft werden, wenn sie die Gesundheit ihres Kindes gefährden. Quelle: Maurizio Gambarini/dpa
Montgomery

Eine Schwangere, die im Streit mit einer anderen Frau in den Bauch geschossen wurde, ist in den USA wegen Totschlags angeklagt worden. Ein Gericht im Bundesstaat Alabama wirft der 27-Jährigen vor, den Streit begonnen zu haben und damit für den Tod ihres ungeborenen Kindes verantwortlich zu sein, wie die New York Times berichtet.

Nach der Zahlung einer Kaution durfte die Frau das Gefängnis demnach zunächst verlassen. Sollte sie für schuldig befunden werden, drohen ihr aber bis zu 20 Jahre Haft. Der Fall hat in den USA eine Debatte über die Rechte von Frauen und ungeborenen Kindern ausgelöst.

Frauen werden bestraft, wenn sie die Gesundheit des Fötus bedrohen

Den Berichten zufolge hatte sich die 27-Jährige Anfang Dezember mit einer anderen Frau auf dem Parkplatz eines Ladens in Pleasant Grove westlich der Stadt Birmingham über den Vater des ungeborenen Kindes gestritten. Die andere Frau habe in Notwehr auf sie geschossen, hieß es. „Das Kind ist abhängig von seiner Mutter und diese sollte versuchen, das Kind von Leid fernzuhalten und sie sollte keine unnötigen physischen Auseinandersetzungen suchen“, sagte Danny Reid von der Pleasant Grove Polizeistation der „New York Times“.

Alabama gehört den Angaben zufolge zu den US-Staaten, die einen Fötus bei Gewalttaten gegen Schwangere als Opfer anerkennen. Frauenrechtsorganisationen kritisieren, dass Alabama Schwangere für jede Handlung bestraft, die die Gesundheit des Kindes bedrohen könnte. Laut des Artikels wurden auch schon Frauen angeklagt, die in Verkehrsunfälle verwickelt waren oder während der Schwangerschaft Drogen konsumierten.

Von RND/dpa/msk