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Panorama Schmugglerbande vor Landgericht Stade
Nachrichten Panorama Schmugglerbande vor Landgericht Stade
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17:58 20.09.2010
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Über Jahre soll eine Bande Kleidung und Schuhe im großen Stil nach Deutschland geschmuggelt haben. Dadurch entstand dem Staat ein Schaden von rund 17 Millionen Euro. Seit Montag müssen sich zwei Frauen und zwei Männer wegen der mehr als 2000 Taten vor dem Landgericht in Stade verantworten. Allein die Verlesung der viele Seiten langen Anklageschrift habe am ersten Prozesstag mehrere Stunden gedauert, sagte Gerichtssprecherin Petra Baars.

Die vier Angeklagten zwischen 29 und 44 Jahren hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Juli 2008 bis März 2010 große Mengen von Textilien und Schuhen über Firmen in Celle und Berlin eingeführt. Diese sollen sie aber zu einem geringeren Wert versteuert haben. Dafür legte die Bande gefälschte Rechnungen, Packlisten und andere Unterlagen beim Zoll vor.

Fahnder hatten zwei der Haupttäter Ende März am Flughafen Berlin-Tegel festgenommen. Sie saßen seitdem in Untersuchungshaft. Am Montag konnten sie das Landgericht aber gegen eine Kaution von 400.000 und 500.000 Euro auf freiem Fuß verlassen. Die Kammer setzte die Haftbefehle auf Antrag der Verteidigung außer Vollzug. Dagegen reichte die Staatsanwaltschaft Beschwerde ein. Das Oberlandesgericht muss nun entscheiden, ob die beiden Angeklagten zurück ins Gefängnis müssen.

Eigentlich waren in dem Prozess fünf Verdächtige angeklagt. Die Kammer trennte aber das Verfahren gegen einen in Polen lebenden Mann ab. Die Verhandlung gegen die zwei Männer und zwei Frauen wird am 4. Oktober fortgesetzt.

dpa