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Panorama Rostocker Ermittler sprengen Bitcoin-Betrugsnetz – 16.000 Opfer
Nachrichten Panorama Rostocker Ermittler sprengen Bitcoin-Betrugsnetz – 16.000 Opfer
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18:57 01.10.2019
Auf einer Website im Internet wird online mit „Bitcoin kaufen“ der Kauf der digitalen Währung angeboten, fotografiert durch eine Brille. Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Rostock

Ein 86-jähriger Rentner hat die Ermittlungen ins Rollen gebracht – und damit dazu beigetragen, dass Internetspezialisten aus Rostock ein Betrugsnetzwerk rund um die digitale Währung Bitcoin hochgehen lassen konnten. Das berichtet die Ostsee-Zeitung“ (OZ). Das Netzwerk soll demnach weltweit bis zu 16.000 Menschen betrogen haben. Der Schaden dürfte nach OZ-Informationen im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen. „Wir arbeiten jetzt mit Polizeibehörden weltweit daran, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen“, sagte die Rostocker Polizeisprecherin Yvonne Hanske.

Bitcoin ist eine sogenannte Kryptowährung, die in den vergangenen Jahren eine enorme Wertsteigerung erfahren hat. „Die Täter boten im Internet vermeintlich hochverzinste Geldanlagen in Bitcoins oder anderen Kryptowährungen an“, erklärt Oberstaatsanwalt Harald Nowack der OZ die Betrugsmasche. Zunächst seien die Anleger dazu gebracht worden, kleinere Summen anzulegen. „Um das Vertrauen der Anleger zu gewinnen, täuschten die Kriminellen dann vor, dass sich der Wert der Anlage binnen weniger Tage verdoppelt habe“, erklärt Polizeisprecherin Hanske.

Opfer dazu gebracht, hohe Summen zu überweisen

Am Telefon oder in Internetchats wurden die Opfer dann der OZ zufolge dazu gebracht, größere Summen an die Betrüger zu überweisen. So lief es auch im Fall des 86-Jährigen aus Rostock: „Er hat erst 500 Euro und dann zweimal fünfstellige Summen überwiesen“, so Hanske gegenüber der OZ. Mit seiner Anzeige bei der Polizei löste er ein weltweites Ermittlungsverfahren aus.

Die Rostocker Internetfahnder hackten sich laut OZ in die Datenbanken der Betrugsseiten und konnten die Daten von 16.000 Geschädigten ermitteln – 4000 davon allein Deutschland. Um welche Internetseiten es sich handelt, wollen bisher weder Staatsanwaltschaft noch Polizei sagen. Die Seiten sind nach OZ-Informationen noch im Netz zu finden. „Die Seiten werden vom Ausland aus betrieben“, erklärt Hanske. Mit Polizeibehörden weltweit arbeiten die Rostocker nun daran, die Seiten vom Netz nehmen zu lassen und die Hintermänner zu ermitteln.

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RND/hsc

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