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Panorama Polizei kapert Nazi-Floß mit 19 Rechtsradikalen
Nachrichten Panorama Polizei kapert Nazi-Floß mit 19 Rechtsradikalen
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17:16 21.04.2019
ARCHIV - Die Urlauber auf dem Woblitzsee wollten sich die Nazi-Rufe der Gruppe nicht gefallen lassen und riefen die Polizei. (Symbolbild) Quelle: Bernd Thissen/dpa
Friedland

Am Karsamstag hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern Anzeigen gegen 19 Rechtsradikale erstattet, die während einer Floßfahrt auf dem See Woblitz den Angaben zufolge immer wieder „Sieg Heil“ gerufen und eine Hakenkreuzfahne mitgeführt hatten.

Die Kripo entnahm im Hafen von Neustrelitz der Floß-Besatzung die Flagge und erstattete Anzeige wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Sie stellten die Identität von 16 Männern sowie drei Frauen fest

Deutschlandfahne mit Reichskriegsflagge ausgetauscht

Im selben Landkreis ereignete sich noch ein anderer Nazi-Eklat: Mutmaßlich Rechtsradikale haben vor dem Gemeindeamt in Burg Stargard eine Reichskriegsflagge mit Hakenkreuz gehisst. Die Tat muss sich nach Angaben der Polizei in der Nacht zum Ostersonntag ereignet haben.

Mitarbeiter des Amtes Stargarder Land hätten die Flagge am Vormittag entdeckt und die Polizei gerufen, die die verbotene Flagge aus der Zeit der Nationalsozialisten eingeholt und sichergestellt habe. Die eigentlich an einem Mast vor dem Amt wehende Deutschlandfahne hätten die Unbekannten mitgenommen.

Die Staatsschutzabteilung der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg ermittelt nun wegen Diebstahls und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Am 20. April kommt es immer wieder zu solchen Vorfällen. Neonazis wollen auf diese Art den Geburtstag von Adolf Hitler feiern.

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Von RND/dpa/sal