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Panorama Neun Tote nach Flugzeug-Kollision in New York befürchtet
Nachrichten Panorama Neun Tote nach Flugzeug-Kollision in New York befürchtet
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22:32 08.08.2009
Boote suchen die Unglückstelle auf dem Hudson ab.
Boote suchen die Unglückstelle auf dem Hudson ab. Quelle: afp
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Den Unfall habe niemand überleben können, sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg am Sonnabend vor Journalisten. Bislang seien zwei Leichen aus dem Fluss geborgen worden.

Das Unglück ereignete sich nach Angaben Bloombergs zur Mittagszeit (18 Uhr MESZ), vor den Augen zahlreicher die Promenaden am Hudson bevölkernder Ausflügler. An Bord des Hubschraubers seien neben dem Piloten fünf italienische Touristen gewesen. Das Kleinflugzeug hatte demnach drei Insassen, darunter ein Kind. Es gebe nur wenig Hoffnung, noch Überlebende zu finden, sagte der sichtlich betroffen wirkende Bloomberg. Aus dem Rettungseinsatz sei ein Bergungseinsatz geworden. Berichte der US-Küstenwache, nach denen ein Überlebender aus dem Fluss gerettet werden konnte, wurden nicht bestätigt.

Nach Angaben von Augenzeugen stürzten beide Maschinen nach der Kollision ins Wasser. Der Helikopter sei „wie ein Stein“ aufgeschlagen, berichtete eine Frau im lokalen TV-Sender NY1. „Ich hörte keinen Lärm, sah keinen Rauch oder Feuer.“ Andere Zeugen berichteten hingegen von einem lauten Knall, anderen sahen nach eigenen Angaben Trümmerstücke vom Himmel fallen. Die Taucher, die unter gefährlichen Bedingungen und bei schlechter Sicht im Hudson im Einsatz waren, entdeckten laut Bloomberg ein größeres Wrackteil.

Das Kleinflugzeug war den Angaben zufolge vom Teterboro-Flughafen in New Jersey gestartet. Der Hubschrauber gehörte einem Unternehmen, das Rundflüge für Touristen anbietet. Der Luftraum über dem Hudson-River ist besonders überfüllt, er wird von kommerziellen Fluglinien, Privatpiloten und Touristen-Hubschraubern genutzt.

Das Unglück erinnert an einen glimpflich ausgegangenen Notfall im Januar diesen Jahres: Damals musste ein Airbus der US Airways nach einem Ausfall der Triebwerke auf dem Hudson zwischen New Jersey und dem New Yorker Stadtteil Manhattan notwassern. Die höchst gefährliche Landung rettete allen 155 Menschen an Bord das Leben, der Pilot wurde als „Held vom Hudson“ gefeiert.

afp