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Panorama Nach Kritik von Transmännern: Always entfernt Venus-Symbol von Verpackungen
Nachrichten Panorama Nach Kritik von Transmännern: Always entfernt Venus-Symbol von Verpackungen
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17:15 23.10.2019
Von allen Always-Bindenpackungen in Europa soll ab Dezember das Venus-Symbol verschwinden. Quelle: imago/Rüdiger Wölk

Ein kleines Symbol, das für viele doch ein großes Problem darstellt: Ein Kreuz mit einem Kreis darauf – das Venus-Symbol. Vielfach wird es genutzt, um Weiblichkeit darzustellen. Auch die Marke Always nutzt es seit Jahren auf ihren Verpackungen für Binden. Doch seit dem Sommer gibt es heftigen Widerstand gegen den Hersteller Procter & Gamble und sein Marketingkonzept – und zwar von Transgendermännern.

Sie weisen darauf hin, dass sie keine Frauen und dennoch während der Menstruation auf die Hygieneartikel angewiesen seien. Die Transmänner stören sich an einem Produkt, auf dem das Frauensymbol prangt.

Angestoßen hatte die Debatte der britische Filmemacher und Transaktivist Ben Saunders. Bei Twitter drohte er mit Boykott der Marke und machte die Geschichte öffentlich. Andere Transaktivisten sprangen Saunders nach heftigen Anfeindungen zur Seite. Sein Twitter-Profil ist inzwischen nicht mehr öffentlich.

Transmänner bitten um Verzicht auf Venus-Symbol

Ein anderer Twitter-Nutzer schrieb an Always gerichtet: „Bitte versteht, dass es Transmänner gibt, die ihre Periode bekommen. Wenn ihr etwas gegen das Venus-Symbol auf euren Verpackungen unternehmen könntet, wäre ich glücklich.“

Vergangene Woche reagierte das Unternehmen und wandte sich direkt an Saunders. In einer Mitteilung erklärte es, in Europa künftig auf das Venus-Symbol verzichten zu wollen. „Wir haben Ihnen zugehört, und unser Marketingteam hat eine Lösung gefunden“, heißt es in dem Schreiben. Bereits ab Dezember soll eine neue Verpackung ohne das Symbol in den Handel kommen.

Ein Unternehmenssprecher sagte der „Daily Mail“: „Always setzt sich seit über 35 Jahren für Mädchen und Frauen ein, und wir werden dies auch weiterhin tun. Wir setzen uns auch für Vielfalt und Inklusion ein und stellen fest, dass sich nicht jeder, der eine Periode hat und eine Binde benötigt, sich als weiblich identifiziert.“

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