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Panorama Missbrauch auf Campingplatz: Zahl der Opfer steigt von 23 auf 29
Nachrichten Panorama Missbrauch auf Campingplatz: Zahl der Opfer steigt von 23 auf 29
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15:30 01.02.2019
Auf dem Campingplatz wurden mindestens 23 Kinder sexuell missbraucht und für Pornos misshandelt. Quelle: Guido Kirchner/dpa
Lügde/Bielefeld

Die Zahl der bislang bekannten Opfer von schwerem sexuellem Missbrauch auf einem Campingplatz in Lügde ist von 23 auf 29 gestiegen. Das teilte die Bielefelder Polizei am Freitag mit. Nach der Pressekonferenz zu dem Fall am Mittwoch gab es nach Angaben der Ermittler Informationen auf mögliche neue Opfer. Die Auswertung führte dann zu weiteren Betroffenen. Weitere Details wie Altersangaben wollte die Polizei nicht nennen.

Im Fall des massenhaften sexuellen Missbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde hat das Polizeipräsidium Bielefeld die Ermittlungen übernommen. „Das hat Kapazitätsgründe“, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Der Fall habe eine solche Dimension angenommen, dass jetzt Bielefeld als übergeordnete Behörde den Fall an sich gezogen habe.

Zusätzlich zu den Ermittlungen gegen die Tatverdächtigen und mehrere Jugendämter steht auch die Polizei in der Kritik. Bereits 2016 sollen zwei Hinweise auf sexuellen Missbrauch bei der Polizei Lippe eingegangen sein. Nach Telefongesprächen mit den Zeugen leiteten die Beamten die Hinweise an das Jugendamt weiter. Weitere Schritte blieben aber aus.

Auch gegen Polizisten wird ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Detmold hatte am Donnerstag bestätigt, dass auch gegen die Polizei ermittelt werde. Da Polizeibeamte bei Verdachtshinweisen laut Strafprozessordnung zur Verfolgung verpflichtet seien, sei diese Überprüfung jetzt folgerichtig, sagte ein Ministeriumssprecher.

Nach einer Anzeige im November 2018 war der schwere sexuelle Missbrauch von mindestens 23 Kindern über zehn Jahren hinweg auf einem Campingplatz in Nordrhein-Westfalen entdeckt worden. Der Hauptverdächtige sitzt seit Dezember in Untersuchungshaft, zwei weitere Tatverdächtige seit Januar. Ihnen wird auch die Verbreitung von Kinderpornografie vorgeworfen.

Von RND/dpa