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Panorama Mutmacher: Mädchen erfindet Teddy, der Infusionsbeutel versteckt
Nachrichten Panorama Mutmacher: Mädchen erfindet Teddy, der Infusionsbeutel versteckt
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20:04 18.06.2019
Der Medi-Teddy versteckt Infusionsbeutel und soll Kindern im Krankenhaus Mut machen. Quelle: GoFundMe
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Hannover

Ein Aufenthalt im Krankenhaus kann ganz schön beängstigend sein – gerade für Kinder. Das weiß die zwölfjährige Ella Casano aus Connecticut nur zu gut. Sie leidet an der seltenen Autoimmunkrankheit Thrombocytopenia Purpura, die Blutplättchen abtötet. Alle acht Wochen muss das junge Mädchen daher an den Tropf, um Medikamente zu bekommen. „Als ich meine erste Infusion bekommen habe, war ich überrascht und etwas eingeschüchtert von den vielen Schläuchen und den medizinischen Geräten an meinem Infusionsständer.“, schreibt die Zwölfjährige auf ihrer Website.

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Bär statt Infusionsbeutel

Im Krankenhaus stellte Ella schnell fest, dass sie damit nicht alleine war. Um anderen Kindern die Angst vor Infusionen zu nehmen, erfand das kleine Mädchen einen ganz besonderen kleinen Mutmacher: den Medi-Teddy. Der Plüschbär hat am Rücken eine Tasche, in der sich Infusionsbeutel oder Flaschen verstecken lassen. „Ich hoffe, dass euch der Medi-Teddy genauso sehr hilft wie mir“, schreibt das junge Mädchen weiter auf der Website.

Der Medi-Teddy stößt auf Begeisterung

Ihr Stofftier hat Ella patentieren lassen. Damit die Teddys aber auch produziert werden können, müssen mindesten 500 Stück bestellt werden. Ihre Familie hat deswegen eine GoFundMe-Kampagne gestartet, um Geld für ihr Projekt zu sammeln. 5.000 Dollar wollte die Familie einsammeln – inzwischen haben mehr als 600 Personen insgesamt über 20.000 Dollar gespendet. In den Kommentaren auf der Seite reagieren die Nutzer begeistert auf die Idee. „Das ist so eine tolle und liebevolle Idee“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer meint: „Ich habe gespendet, um Ella’s Selbstlosigkeit und Empathie zu unterstützen, und die Infusionen weniger beängstigend für Kinder zu machen.“

Große Nachfrage nach dem Mutmach-Stofftier

Ellas Familie ist von dem Zuspruch überwältigt: „Wir dachten, wir würden Kisten voller Teddys in die Krankenhäuser bringen und von vielen abgewiesen werden. Niemals hätten wir mit der weltweiten Unterstützung gerechnet“, schreiben sie auf der GoFundMe-Seite. Laut der Seite arbeitet die Familie gerade daran, der großen Nachfrage nachzukommen. Wenn die Medi-Teddys produziert sind, möchte Ella sie an Kinder verschenken, die wie sie in Krankenhäusern behandelt werden.

Von RDN/lzi