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Panorama Mädchen darf in Kita nicht „Wurschtbrot“ sagen
Nachrichten Panorama Mädchen darf in Kita nicht „Wurschtbrot“ sagen
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10:10 04.06.2019
In einem Kindergarten in Bayern wurde einem Mädchen verboten, „Wurschtbrot“ zu sagen. Quelle: picture alliance / Rainer Hacken/Symbol
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Schwandorf

Dass bayerischer Dialekt nicht immer gern gesehen ist, ist für den Vorsitzenden des Vereins „Bund Bairische Sprache“ nichts Neues. Doch ein Vorfall aus einem Kindergarten stieß Sepp Obermeier nun besonders sauer auf: Dort soll einem Mädchen untersagt worden sein, „Wurschtbrot“ im Dialekt zu sagen.

Die Kindergärtnerin soll laut „Bayerischem Rundfunk“ (BR) den Dialekt verboten haben: Es heiße „Wurstbrot“ und nicht „Wurschtbrot“. Für Obermeier sei dieses Verhalten rückschrittlich.

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Es sei eine Irrlehre der 70er-Jahre, dass Dialekte den schulischen und beruflichen Erfolg hemmte, sagte Obermeier dem „BR“. „Heute weiß man, dass es anders ist“, so der Dialektpfleger.

Kind wurde wegen Dialekt sprechens in die Ecke gestellt

Im Altmühltal habe es laut Obermeier vor kurzem einen anderen Fall gegeben, bei dem ein Kind in die Ecke gestellt wurde, weil es Dialekt gesprochen habe. Katastrophal, findet der Vorsitzende des Vereins „Bund Bairische Sprache“: „Was man da mit der Kinderseele macht! Das Kind wird doch geprägt für sein ganzes Leben“.

Wer Fälle von Verächtlichmachungen unserer Muttersprache kennt, soll sich an uns wenden. Wenn es möglich ist, machen wir...

Gepostet von Bund Bairische Sprache e.V. am Montag, 3. Juni 2019

Auf Anfrage des „BR“ gab die Kindergartenleitung an, nichts von dem Vorfall zu wissen. Generell würden sie aber keinem Kind verbieten, Dialekt zu sprechen. Die Kinder dürften in der Einrichtung so sprechen, wie sie es von zu Hause gewohnt sind.

Von RND/mat

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