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Panorama Lügde: Polizeianwärter musste offenbar Beweismaterial auswerten
Nachrichten Panorama Lügde: Polizeianwärter musste offenbar Beweismaterial auswerten
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14:47 22.02.2019
Blick auf ein Schild mit der Aufschrift „Polizei“ bei der Kreispolizeibehörde Lippe. Quelle: Friso Gentsch/dpa
Düsseldorf/Lügde

Im Missbrauchsfall von Lügde scheint die Pannen-Serie nicht abzureißen. Wie die „Rheinische Post“ in Düsseldorf berichtet, soll unter der Leitung der zuständigen Kreispolizeibehörde in Lippe ein Polizeianwärter mit der Auswertung des sichergestellten Beweismaterials beauftragt worden sein. Ein Sprecher des NRW-Innenministeriums bestätigte dies der Zeitung auf Nachfrage.

Erst am Donnerstag war bekannt geworden, dass in dem Fall seit Wochen ein Koffer und 155 Datenträger vermisst werden. NRW-Innenminister Herbert Reul sprach von einem „Polizeiversagen“, vier Sonderermittler sollen nun eingesetzt werden. Die Datenträger verschwanden im Dezember, der Verlust fiel erst im Januar auf.

Vorwürfe gegen NRW-Landesregierung

In dem Skandal um die verschwundenen Beweisstücke erhob der Bund Deutscher Kriminalbeamter Vorwürfe gegen die Landesregierung. „Wir reden hier nicht von einer Polizeibehörde, bei der alles in Ordnung wäre, sondern im Gegenteil“, sagte Sebastian Fiedler, Bundes- und NRW-Landesvorsitzender des BDK dem WDR. Das NRW-Innenministerium wisse seit Jahren, wie es dort aussehe. „Seit mehreren Jahren weisen meine Kollegen in Lippe daraufhin, dass sie am Limit arbeiten.“

Die rot-grüne Landtagsopposition kündigte eine Sondersitzung des Innenausschusses in der nächsten Woche zu dem Thema an. Die SPD sieht im Lügder Ermittlungsskandal sogar genug Stoff für einen weiteren parlamentarischen Untersuchungsausschuss.

Die Kripo sei ausgeblutet und liege am Boden, es hätten im vergangenen Jahr 60 Leute gefehlt, kritisierte Fiedler. Nun zeige sich, was Personalmangel bedeute. „Wenn der Innenminister davon redet, dass seine Großmutter das besser gekonnt hätte, kommt das bei den Kollegen, die sich da jeden Tag den Hintern aufreißen, nicht so gut an.“

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bekräftigte dagegen am Freitag im WDR-Hörfunk den Vorwurf des Behördenversagens. Er sehe sich in seiner Kritik bestätigt und habe nun die Pflicht, dafür zu sorgen, das aufzuklären.

Von RND/das/dpa

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