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Panorama Landrat zu Missbrauchsfall von Lügde: Verdächtiger wurde falsch eingeschätzt
Nachrichten Panorama Landrat zu Missbrauchsfall von Lügde: Verdächtiger wurde falsch eingeschätzt
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13:49 21.03.2019
Die inzwischen eingezäunten Parzelle des mutmaßlichen Täters auf dem Campingplatz Eichwald (Archivfoto). Quelle: Guido Kirchner/dpa
Hannover

Im Fall des tausendfachen Kindesmissbrauchs in Lügde haben die Mitarbeiter des Jugendamtes den Hauptverdächtigen nach Angaben von Landrat Tjark Bartels (SPD) falsch eingeschätzt. „Dass dieser Mensch das getan haben soll, konnten sich viele nicht vorstellen“, sagte der Behördenchef am Donnerstag im Sozialausschuss des niedersächsischen Landtages in Hannover.

Der 56-Jährige sei nur als „komischer Typ und ein bisschen verschroben“ beschrieben worden. Bartels räumte erneut den Fehler ein, dass das Jugendamt trotz dreier Hinweise auf Pädophilie und möglichen sexuellen Missbrauch 2016 ein kleines Mädchen bei dem Dauercamper weiter wohnen ließ und ihm sogar die Pflegschaft Anfang 2017 übertrug. 

Der Fall von jahrelangem Kindesmissbrauch und Kinderpornografie auf dem Campingplatz im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen hat sich zu einem Behördenskandal entwickelt. Es wird gegen Jugendamtsmitarbeiter und Polizisten ermittelt. Bislang gibt es mehr als 30 Opfer. Drei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

Von kruthaup.kristin