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Panorama „Nachtwölfe“ sollen EU-Grenze passiert haben
Nachrichten Panorama „Nachtwölfe“ sollen EU-Grenze passiert haben
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12:40 01.05.2015
Alexander Zaldostanow, der Präsident des russischen Motoradclubs "Night Wolves" (Nachtwölfe).
Alexander Zaldostanow, der Präsident des russischen Motoradclubs "Night Wolves" (Nachtwölfe). Quelle: dpa
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Moskau

Die Rocker des russischen Motorradclubs „Nachtwölfe“ haben auf ihrer „Siegestour“ von Moskau nach Berlin Berichten zufolge trotz eines polnischen Einreiseverbots die EU-Grenze passiert. Im tschechischen Ort Hrabyne bei Ostrau (Ostrava) hätten sich vier Biker an einem Weltkriegsdenkmal fotografiert, berichtete die Prager Tageszeitung „Pravo“ am Freitag in ihrer Onlineausgabe. Das russische Staatsfernsehen zeigte angebliche Mitglieder der kremlnahen „Nachtwölfe“ in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Als vermutlich nächste Station wurde die slowakische Metropole Bratislava genannt.

Unklar war, wie die Rocker die EU-Grenze passiert haben sollen. Polen hatte die „Siegestour“ anlässlich des 70. Jahrestages des Triumphs der Sowjetunion über den Faschismus als Provokation bezeichnet und ihnen die Einreise verweigert. Dies löste die Kritik Russlands aus.

Die tschechische Polizei bestätigte, das einzelne Motorradfahrer mit Insignien des Rockerclubs unterwegs seien. „Wir haben noch keine Informationen über konkrete Zahlen“, sagte ein Sprecher. Die Biker seien nicht auf der zuvor anvisierten Route, sondern auf anderen Wegen nach Tschechien eingereist. Die Tour der „Nachtwölfe“ soll am 9. Mai, der in Russland als Tag des Sieges gefeiert wird, in Berlin enden. Deutschland hatte die Visa einiger Biker annulliert.

Hingegen teilten die slowakischen Behörden mit, die Russen hätten keine Behinderungen durch die Behörden zu erwarten. „Wenn Bürger eines Drittlandes ein gültiges Schengen-Visum haben, nicht auf der EU-Sanktionsliste stehen und nicht gegen Gesetze verstoßen, hat die Slowakei als demokratischer Rechtsstaat keine Möglichkeit, ihre freie Bewegung im Land zu beschränken“, teilte das Außenministerium mit.

dpa