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Panorama Kind vor Zug gestoßen: Freund berichtet von Wahnvorstellungen des Verdächtigen
Nachrichten Panorama Kind vor Zug gestoßen: Freund berichtet von Wahnvorstellungen des Verdächtigen
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15:11 02.08.2019
Die Frage nach dem Warum ist seit der Gleis-Attacke, bei der ein Achtjähriger am Montag getötet wurde, allgegenwärtig. Quelle: imago images/Ralph Peters
Frankfurt

Noch immer sitzt der Schock über die schreckliche Tat vom Frankfurter Hauptbahnhof, bei der am Montag ein achtjähriger Junge getötet wurde, tief. Nun scheint es neue Informationen über den mutmaßlichen Täter zu geben.

Wie der „Spiegel“ am Freitag berichtet, soll der Eritreer, der den Jungen und seine Mutter vor einen einfahrenden Zug gestoßen hat, seit einigen Monaten an Wahnvorstellungen gelitten haben. Wie ein Freund des Tatverdächtigen berichtet, soll es sich bei dem 40-Jährigen um einen ruhigen Menschen handeln, der große Menschenansammlungen gemieden habe. „Dann fühlte er sich verfolgt und glaubte, jemand würde ihn abholen“, wird der Freund in dem Bericht zitiert.

Tatverdächtiger sollte sich in professionelle Behandlung begeben

Dem „Spiegel“-Bericht zufolge soll der Freund in den vergangenen Monaten deutliche Wahnvorstellungen bei dem Tatverdächtigen bemerkt haben. „Einmal habe ich ihn ins Fitnessstudio mitgenommen, und sofort zeigte er auf andere Gäste, die über ihn reden würden“, sagte der Freund des Verdächtigen. Nach außen habe der in der Schweiz wohnhafte Eritreer immer ruhig gewirkt, aber man habe spüren können, dass er innerlich bebte.

Ebenso habe der Freund den 40-jährigen Familienvater mehrfach dazu gedrängt, zum Arzt zu gehen, was dieser auch tatsächlich irgendwann getan habe. Der Arzt habe ihn zur Behandlung an eine Klinik weiterverwiesen. Am Donnerstag vergangener Woche habe sich der Tatverdächtige, nachdem er seine Frau, die Kinder und eine Nachbarin im Wohnort in der Schweiz bedroht und eingesperrt hatte, telefonisch bei ihm gemeldet. Er müsse weg, sonst werde er verhaftet, gibt der Freund die Situation wieder.

„Ich habe das wieder für eine seiner Angstvorstellungen gehalten und gesagt, dass er zum Arzt gehen sollte“, so der Freund gegenüber dem „Spiegel“. Nur wenige Tage später erfuhr er dann von der schrecklichen Tat aus Frankfurt, die sein Freund begangen haben soll.

Lesen Sie mehr: Schon 45.000 Euro: Viele spenden für die Mutter des getöteten Jungen

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Von RND/liz

Der Schock über die tödliche Gleis-Attacke im Frankfurter Hauptbahnhof sitzt noch immer tief. Viele Menschen zeigen ihr Mitgefühl und beteiligen sich an einer Spendenkampagne zugunsten der Mutter des getöteten Jungen.

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