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Panorama In ungekühltem Lkw: Hunderte Hühner sterben qualvollen Hitzetod auf A5
Nachrichten Panorama In ungekühltem Lkw: Hunderte Hühner sterben qualvollen Hitzetod auf A5
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12:33 26.07.2019
Käfige mit Hühnern sind auf einem Transporter gestapelt, der mit insgesamt 4500 Tieren auf dem Weg zur Schlachtung nach Polen unterwegs war. Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen/dpa
Pohlheim

Etwa 500 Hühner sind bei einem Tiertransport gestorben. Sie seien bei 34 Grad nicht mit Wasser versorgt worden, berichtete die Polizei am Donnerstag in Gießen. Zudem sei der Transporter nicht gekühlt worden. Zeugen hatten die toten Tiere am Mittwochabend in den Käfigen des Lkw auf der Autobahn 5 bei Pohlheim gesehen und die Polizei alarmiert.

Der Transporter mit knapp 4500 Hühnern an Bord war am Morgen in Frankreich gestartet, die Tiere sollten zum Schlachten nach Polen gebracht werden. Die geretteten Tiere wurden in einen Geflügelbetrieb in Waldsolms gebracht. An dem Tag war wegen der Hitze europaweit der internationale Tiertransport verboten gewesen. 

„Bei diesen Temperaturen nicht ausreichend“

In der EU-Verordnung zum Tierschutz bei Transporten heißt es, dass es auf Tiertransporten in den Fahrzeugen „für alle Tiere innerhalb des Transportmittels Temperaturen in einem Bereich zwischen fünf Grad Celsius und 30 Grad Celsius, mit einer Toleranz von plus/minus fünf Grad Celsius“, gehalten können werden müssen.

„Es ist innerhalb des Lastwagens nicht kühler als außen, in der Regel werden die Tiere nur durch den Fahrtwind abgekühlt“, sagte Frigga Wirths von der Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbunds der dpa. „Das ist bei diesen Temperaturen nicht ausreichend, vor allem nicht für die Tiere, die innen stehen.“ Die EU-Regeln gelten nur für Transporte, die länger als acht Stunden dauern.

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Von RND/dpa