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Panorama Hexenstieg ist Touristenmagnet
Nachrichten Panorama Hexenstieg ist Touristenmagnet
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19:47 06.07.2013
Foto: Vor zehn Jahren wurde der Hexenstieg eingeweiht. Bei Fernwanderer ist er extrem beliebt.
Vor zehn Jahren wurde der Hexenstieg eingeweiht. Bei Fernwanderer ist er extrem beliebt. Quelle: dpa
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Osterode/Thale

 Zehn Jahre nach der Einweihung des Fernwanderweges Hexenstieg ist der Fernwanderweg im Harz zu einem Touristenmagneten geworden. Damit hat sich für den Harzer Tourismusverband eine große Hoffnung erfüllt. Nach seiner Schätzung sind dort jährlich mehr als eine Million Menschen unterwegs. Die Route führt knapp 100 Kilometer von Osterode in Niedersachsen über den Brocken nach Thale in Sachsen-Anhalt.

Zu den am meisten begangenen Abschnitten gehört neben dem Bodetal auch der Aufstieg von Torfhaus durch den Nationalpark auf den Brocken. Der Goetheweg werde jedes Jahr von mehr als 250 000 Menschen begangen, sagte Friedhart Knolle vom Nationalpark Harz. Tendenz: steigend.

„Der Hexenstieg hat zum erhofften Aufschwung des Wandertourismus beigetragen“, sagte auch Thomas Havermann, der Wanderreisen im Harz organisiert. „Der Trail ist ein richtiges Glück für uns.“ Viele Wanderer nähmen sich einzelnen Abschnitte vor. Es gebe aber auch immer mehr Gäste, die den gesamten Hexenstieg bewältigen wollten. Dabei steige der Anteil junger Leute.

„Das Wandern ohne Gepäck hat zugenommen“, hat Andreas Lehmberg vom Harzer Tourismusverband festgestellt. Die Gäste laufen den Fernwanderweg in vier, fünf oder auch mehr Etappen und lassen sich das Gepäck von Hotel zu Hotel hinterbringen.

Die Hauptwanderrichtung der Hexenstieg-Gänger führt von West nach Ost über den Harz. Ausgangspunkt ist Osterode. Von dort folgt der Fernwanderweg alten Pfaden, auf denen früher Eselkarawanen die Nahrungsvorräte zu den Bergleuten im Oberharz transportiert haben. „Wir profitieren sehr davon, dass hier der Start ist“, sagt Monika Wendt vom Tourismusbüro der Stadt Osterode. Die Zahl der Übernachtungen von Hexenstieg-Wanderern nehme ständig zu.

Nach dem kilometerlangen Aufstieg von Osterode gelangen die Wanderer auf die Hochebene bei Buntenbock mit ihren für Norddeutschland beispiellosen Bergwiesen. Von dort geht es weiter an den Gräben, Teichen und Wasserläufen des UNESCO-Welterbes „Oberharzer Wasserwirtschaft“ entlang Richtung Torfhaus. Als nächstes Ziel ragt dann im Osten der 1142 Meter hohe Brocken auf, der über den Goetheweg zu erreichen ist.

Im oberen Abschnitt schleppt bisweilen eine Lok der Harzer Schmalspurbahn voll besetzte Waggons auf den Gipfel. Wem der Brocken zu hoch oder zu überlaufen ist, kann die Umgehungsstrecke Richtung Braunlage wählen. Sie führt durch Nationalparkwälder, die an vielen Stellen Urwald-Charakter haben.

Ab Altenbrak führt der Weg für alle Hexenstieg-Wanderer durchs Bodetal, den Grand Canyon des Harzes. Dieser Abschnitt gilt als die wohl schönste Etappe. Wer angesichts der steigenden Beliebtheit des Hexenstieges überall Trubel befürchte, könne aber ganz beruhigt sein, sagt HTV-Experte Lehmberg. Auf den meisten Abschnitten sind Wanderer - außer an Feiertagen - meistens noch allein mit sich und der Natur.

dpa

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