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Panorama Gegen Tierversuche: 7300 Menschen ziehen durch Hamburg
Nachrichten Panorama Gegen Tierversuche: 7300 Menschen ziehen durch Hamburg
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17:51 19.10.2019
Hamburg: Mit Schildern und Transparenten auf denen auch der Schriftzug "Tierfolter stoppen" zu sehen ist, demonstrieren Teilnehmer in Hamburg-Neugraben gegen Tierversuche. Tierschützer prangern an, dass in einem Labor der Firma LPT im niedersächsischen Mienenbüttel Hunde und Affen bei Versuchen gesetzeswidrig misshandelt werden. Quelle: Bodo Marks/dpa
Hamburg

Schreiende Affen mit weit aufgerissenen Mündern und blutverschmierte Hunde - die Bilder von leidenden Tieren in einem Versuchslabor bei Hamburg haben viele Menschen aufgerüttelt. Am Samstag haben daraufhin mehrere Tausend Menschen in Hamburg gegen Tierversuche demonstriert und die Schließung eines umstrittenen Versuchslabors in der Nähe der Hansestadt gefordert.

Der Polizei zufolge waren am Samstagnachmittag in der Spitze bis zu 7300 Menschen dem Aufruf der „Soko Tierschutz“ gefolgt. Die Kundgebung sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.

Die Demonstrationsteilnehmer hielten Plakate, Banner und Schilder in die Luft. Darauf war unter anderem „Wenn Tiere sprechen könnten, würde die Menschheit weinen“, „Todeslabore schließen! Tierversuche abschaffen!“ oder „Vergiftet für den Profit! Rettet die Versuchstiere!“ zu lesen. Auf Facebook hatten mehr als 5200 Menschen ihre Teilnahme an der Großdemo zugesagt.

Organisator begeistert: "Habe so etwas noch nie gesehen"

„Nach meiner Auffassung muss das eine der größten Tierschutzdemos Deutschlands sein, wenn nicht sogar die größte. Ich habe sowas in 25 Jahren nicht erlebt“, sagte Mitorganisator Friedrich Mülln von der Organisation Soko Tierschutz am Samstag. Es erfülle ihn mit großer Genugtuung, dass die Menschen auch bei dem nassfeuchten Wetter auf die Straße gehen, um sich für Tiere einzusetzen. Die 2012 gegründete Soko Tierschutz fordert ein Ende der Tierversuche. „Tierversuche sind grausam, sinnlos und gefährlich“, so Mülln weiter.

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Die Tierschützer prangern an, dass in einem Labor der Firma LPT in Mienenbüttel im Kreis Harburg Hunde und Affen bei Versuchen gesetzwidrig misshandelt werden. Ein Aktivist hatte sich dort als Mitarbeiter eingeschlichen. Die Anzeigen in Stade stammen unter anderem von der Organisation Soko Tierschutz, dem Landkreis Harburg und vom niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz (Laves).

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Das angegriffene Unternehmen Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) mit Sitz in Hamburg-Neugraben will mit den Behörden in der Untersuchung kooperieren. Weiter wollte sich LPT zu den Untersuchungen nicht äußern. Bei den LPT-Versuchen werden Unternehmensangaben zufolge im Zuge der Arzneimittelzulassung Auftragsstudien für Kunden durchgeführt.

Dabei handele es sich um „präklinische Prüfungen einer Substanz auf Toxizität, bevor diese in die klinische Prüfung geht, das heißt am Menschen getestet wird“.

RND/dpa

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