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Panorama Entführte Jaycee arbeitete offenbar für ihren Kidnapper
Nachrichten Panorama Entführte Jaycee arbeitete offenbar für ihren Kidnapper
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08:10 01.09.2009
Der mutmaßlicher Entführer hielt Jaycee Lee Dugard in einem  Hinterhof-Verschlag rund 70 Kilometer östlich von San  Francisco gefangen.
Der mutmaßlicher Entführer hielt Jaycee Lee Dugard in einem Hinterhof-Verschlag rund 70 Kilometer östlich von San Francisco gefangen. Quelle: afp
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Die jetzt 29-Jährige habe in der Druckerei von Phillip Garrido ausgeholfen und Kunden per Telefon und Email bei ihren Bestellungen geholfen, berichtete die Zeitung „San Francisco Chronicle“ am Montag unter Berufung auf mehrere Kunden Garridos. Dugard sei „sehr professionell, sehr höflich“ gewesen, „wie eine normale Sekretärin“, zitierte die Zeitung einen Kunden.

Der 58-jährige Garrido habe Dugard als seine Tochter „Allissa“ vorgestellt und vorgegeben, sie kümmere sich um das Design der Auftragsarbeiten, sagte ein anderer Kunde. Experten zufolge entwickelte Dugard vermutlich das Stockholm-Syndrom, baute also eine emotionale Beziehung zu ihrem Geiselnehmer auf.

Jaycee Dugard war 1991 im Alter von elf Jahren auf dem Weg zur Schule entführt worden, am Donnerstag kam sie frei. Ihr mutmaßlicher Entführer hielt das Mädchen in einem Hinterhof-Verschlag in Antioch rund 70 Kilometer östlich von San Francisco gefangen. Er zeugte mit Dugard zwei Kinder, die heute elf und 15 Jahre alt sind. Der Fall war aufgeflogen, als Garrido, ein verurteilter Sexualstraftäter, zu einem Treffen mit seinem Bewährungshelfer Dugard und die beiden gemeinsamen Kinder mitbrachte. Auch bei dieser Gelegenheit stellte Garrido die Entführte als „Allissa“ vor.

Einem britischer Fotografen gelang es offenbar, sich in den Hinterhof zu schleichen, in dem Dugard zusammen mit ihren Kindern festgehalten wurde. Die Bilder zeigen ein wahres Chaos, in der Ecke eines Zeltes sind Kopfkissen, Kleider und Getränkekartons aufeinandergestapelt. Ein anderes Bild zeigt ein mit schmutzigem Wasser gefülltes Aquarium, daneben ein Packung Malstifte. Auf einem weiteren Bild sind mehrere billige Kommoden zu sehen, bei einigen fehlen die Schubladen, auf einer liegen Schminkzeug und eine Haarbürste.

afp