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Panorama Trauer um Weltraumpionier Sigmund Jähn: „Ein Held unserer Zeit“
Nachrichten Panorama Trauer um Weltraumpionier Sigmund Jähn: „Ein Held unserer Zeit“
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11:36 23.09.2019
Sigmund Jähn 1982. Quelle: imago/Klaus Rose
Hannover

Der Kosmonaut Sigmund Jähn ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Jähn war am 26. August 1978 mit der Rakete „Sojus 31“ ins All gestartet und gilt somit als der erste Deutsche im Weltraum. Die Nachricht seines Todes hat auch bei vielen Politikern und Prominenten für Bestürzung gesorgt.

Kretschmer: „Kluger und bescheidener Sachse“

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) twitterte am Abend: „Der erste Deutsche im All, Sigmund Jähn, ist gestorben. Er war Vorbild für viele Generationen. Ich habe ihn als klugen und bescheidenen Sachsen kennengelernt. Wir werden sein Lebenswerk lebendig halten – in seinem Heimatort Morgenröthe-Rautenkranz und an vielen anderen Orten.“

Stefan Liebich, außenpolitischer Sprecher bei der Partei Die Linke, schrieb: „Sigmund Jähn, Ehrenbürger der Stadt Berlin, ist gestern verstorben. Möge er in Frieden ruhen. Als ich ein Kind war und Sigmund #Jähn aus der #DDR uns als erster Deutscher im All beim abendlichen ‚Sandmännchen‘ aus dem #Kosmos grüßte, war ich unheimlich berührt.“

Sein Parteikollege Gregor Gysi twitterte: „Mit Sigmund Jähn ist jetzt ein wirklicher Held unserer Zeit gestorben, der sehr zurückhaltend und bescheiden war. Als erster Deutscher im All bleibt er in unseren Geschichtsbüchern. Mein aufrichtiges Beileid für seine Familie.“

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nannte Jähn einen echten Pionier. Er habe Millionen junger Menschen inspiriert, über sich hinauszuwachsen und neugierig zu sein. „Ganz Deutschland trauert heute um seinen ersten Mann im All“, schrieb Ziemiak bei dem Kurznachrichtendienst.

„Großartiger, feiner und besonderer Mensch“

Das Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum im fränkischen Markt Feucht hinterließ ebenfalls Beileidsbekundungen: „Das Team des Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museums trauert um den ersten deutschen Raumfahrer Dr. Sigmund Jähn. Sigmund Jähn war unserem Namensgeber und unserem Haus in Freundschaft verbunden. Wir verneigen uns vor einem liebenswürdigen Menschen und Brückenbauer.“

ARD-Meteorologe Karsten Schwanke schrieb: „Sigmund Jähn war ein großartiger, feiner und besonderer Mensch! Wie traurig, dass er gehen musste.“

Lesen Sie auch: Tod von Sigmund Jähn: So lief seine legendäre Fahrt ins All

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek (CDU) twitterte: „Mit 82 Jahren ist gestern Sigmund Jähn verstorben. Er war der erste Deutsche im All und ein Vorbild für Generationen von Raumfahrern und all denen, die von den Sternen träumen. Ich trauere um ihn. Möge seine Entdeckungsreise an die verborgenen Orte weitergehen!“

Elf Deutsche sind bisher in den Weltraum geflogen. Eine Übersicht in Bildern – von Sigmund Jähn bis Alex Gerst.

„Die Nachricht vom Tode Sigmund Jähns hat mich tief berührt“

Auch Wegbegleiter Jähns aus der Raumfahrt drückten ihre Trauer aus. „Die Nachricht vom Tode Sigmund Jähns hat mich tief berührt“, sagte Jan Wörner, Generaldirektor der Europäische Weltraumorganisation (Esa). „Wann immer wir uns getroffen haben, war es sehr persönlich, eine Freundschaft war entstanden, die nicht nur die Raumfahrt und seine unermüdliche Unterstützung der europäischen Astronauten betraf.“

„Der erste Deutsche im All hat sich auch immer als Brückenbauer zwischen Ost und West im Sinne der friedlichen Nutzung des Weltraums verstanden. Seine Botschaft, für die Erde ins All, werden wir in ehrendem Gedenken bewahren und fortführen“, sagte Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Am 26. August 1978 startete Jähn mit dem Raumschiff „Sojus 31“ vom Raumfahrtzentrum Baikonur aus. Gemeinsam mit dem sowjetischen Kosmonauten Waleri Bykowski (1934–2019) war er sieben Tage, 20 Stunden und 49 Minuten im All. Erst 1983 flog Ulf Merbold aus dem Westen als zweiter Deutscher ins All.

RND/dpa/msc

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