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Panorama Eichenprozessionsspinner auf dem Vormarsch: Verkehrsbehörde sperrt A1 wegen giftiger Raupen
Nachrichten Panorama Eichenprozessionsspinner auf dem Vormarsch: Verkehrsbehörde sperrt A1 wegen giftiger Raupen
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09:26 23.05.2019
Eichenprozessionsspinner breiten sich besonders im Frühjahr aus. Quelle: imago/blickwinkel
Hamburg

Weil sich die haarigen Raupen derzeit unter anderem im Südosten Hamburgs ausbreiten, lässt die zuständige Verkehrsbehörde in den Nächten bis Samstag Fahrspuren an der A1 sperren. Zwischen 22 Uhr und 5 Uhr sind Schädlingsbekämpfer auf den Straßen unterwegs, um gegen die Eichenprozessionsspinner vorzugehen.

Betroffen sind laut Verkehrsbehörde der Zubringer von der A1 auf die A25 in Richtung Geesthacht am Dreieck Hamburg-Südost und die Zubringer von der A255 stadtauswärts in Richtung Lübeck und Hannover am Dreieck Hamburg-Süd. Umleitungen seien ausgeschildert. Ohne den Verkehr zu behindern soll die giftige Raupe von der Standspur der A1 aus in dem Bereich bekämpft werden. Anlieger, Autofahrer und Straßenwärter müssten vor den Insektentieren geschützt werden, hieß es.

Gefürchtet sind die fast unsichtbaren Brennhaare des Eichenprozessionsspinners. Diese können in die menschliche Haut eindringen und mit ihrem Nesselgift Knötchen, Quaddeln oder Entzündungen verursachen. Wegen des Raupenstadiums müsse die Bekämpfung der Schmetterlingslarven bis Ende Mai erfolgen.

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In der Nähe der Eichenprozessionsspinner-Nester kann es auch für Menschen gefährlich werden Quelle: imago/blickwinkel

Eichenprozessionsspinner in ganz Deutschland: Schulen geräumt

Auch in anderen Teilen Deutschlands breitet sich die Raupe derzeit aus. In Bretten in Baden-Württemberg wurden innerhalb weniger Tage mehrmals zwei Schulen geräumt. Zahlreiche Schüler hatten zuvor auf eine Substanz allergisch reagierten. Polizei und Feuerwehr vermuten die Gifthärchen hinter den Vorfällen. Rund 30 Kinder und Jugendliche zeigten typische Symptome wie etwa Hautreizungen und Atemnot. Vier seien - vermutlich vor Aufregung - ohnmächtig geworden, sagte ein Sprecher der Polizei Karlsruhe.

Laut einer Stadtsprecherin mussten rund 700 Schüler der Grund- und Realschule die Gebäude verlassen. Eine Spezialfirma wurde damit beauftragt, sämtliche Klassenzimmer der beiden Schulen zu reinigen. Zwei Exemplare der Raupe seien auf dem Schulgelände gefunden worden - allerdings keine Nester, wie die Sprecherin sagte. Die giftigen Härchen seien vermutlich vom Wind in die Klassenräume geweht worden.

Bereits am vergangenen Freitag waren die beiden Schulen geräumt worden, weil rund 30 Kinder und Jugendliche über Hautreizungen klagten. Das Gelände war danach auf Exemplare der Raupe abgesucht und bestimmte Bereiche des Schulhöfe gesperrt worden.

Was sind Eichenprozessionsspinner?

Bei dem Eichenprozessionsspinner handelt es sich um einen bräunlicher Nachtfalter, der in Süd- und Mitteleuropa beheimatet ist. Seinen Namen erhielt der Schmetterling, weil seine Raupen nachts gemeinsam wie bei einer Prozession vom Nest in die Baumkrone krabbeln und dort fressen.

Während von den ausgewachsenen Faltern keine Gefahren ausgehen, können die dünnen Haare der Raupen heftige allergische Reaktionen bei Menschen und Tieren hervorrufen. Die Raupe verliert die Brennhaare, die über den Wind breit gestreut werden. Diese setzen sich dann mit Widerhaken an der Haut fest.

Sie gelten zudem als Schädlinge, da sie bei starkem Befall ganze Eichen kahl fressen. Dank der milden Witterungsbedingungen im vergangenen und diesen Jahr, breitet sich der Spinner in Deutschland immer weiter aus.

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Von RND/dpa

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