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Panorama Coachella: Die liberale Fassade bekommt Risse
Nachrichten Panorama Coachella: Die liberale Fassade bekommt Risse
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11:37 15.04.2019
Freizeitparkstimmung in der Wüste: Sobald solche Bilder das Netz fluten, weiß man: Es ist wieder Zeit für Coachella. Quelle: Getty Images
Indio

Auch dieses Jahr verwandelt sich die kalifornische Wüste im April wieder in ein Eldorado für Musikfans. Das Coachella-Festival, das letztes Wochenende losging und am Freitag weiter geht, bietet auf einer Fläche von rund 330 Hektar acht Bühnen, viel bunte Dekoration, Hippie-Feeling und nicht zuletzt Präsentationsflächen für zahlreiche Influencer und Stars aus der Unterhaltungsbranche. Kritiker bemängeln mittlerweile, dass Selfies und Instagram-Stories wichtiger seien als die Musik. Und auch der Chef des Festivals, US-Milliardär Philip Anschutz (79), steht in der Kritik – wegen seiner politischen Positionen.

Mitten in der kalifornischen Wüste – rund 200 Kilometer östlich von Los Angeles – beginnt alljährlich eines der bekanntesten Musikfestivals der Welt: das Coachella. Bekannt vor allem deshalb, weil jeder, der etwas auf sich hält, hier anzutreffen ist – und dies auch auf den einschlägigen Plattformen sozialer Medien zeigt. Um beim großen „Selfie-Wettrüsten“ dabei zu sein, muss man jedoch tief in die Tasche greifen. Denn nur wer mindestens 400 Euro auf den Tisch legt, bekommt die Möglichkeit, auf dem Gelände ein paar bunte Bilder für den eigenen Instagram-Account zu schießen.

Umstritten: Der US-Milliardär Philip Anschutz (79) Quelle: picture alliance / ZUMAPRESS.compicture alliance / ZUMAPRESS.com

Das lebensfrohe Ambiente bekommt Risse

Das dort präsentierte lebensfrohe Ambiente bekommt allerdings immer mehr Risse: Denn der Chef der Coachella-Agentur, Philip Anschutz, sieht sich mit zahlreichen Vorwürfen konfrontiert. Unter anderem hatte die Gruppe „Freedom for all Amercians“, die sich für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgender einsetzt, kritisiert, dass Anschutz homophoben Organisationen Geld gespendet habe. Greenpeace behauptet wiederum, dass er ein Klimaleugner sei und seine eigene Nachrichtenwebsite „The Washington Examiner“ dafür nutze, rechtes Gedankengut voranzutreiben.

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„Neueste Berichte, die in der Presse veröffentlicht wurden und besagen, ich sei anti-LGBTQ, sind Fake News – es ist alles Müll“, ließ sich Anschutz daraufhin in einem „Washington Post“-Artikel zitieren. Vielfalt sei ihm bei der Auswahl neuer Mitarbeiter sehr wichtig – „unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung“. Ob seine Stiftung wirklich den umstrittenen Organisationen Geld gespendet habe? „Wir haben die Beiträge sofort eingestellt“, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Spenden an umstrittene Politiker

Doch neue Berichte bringen einen der reichsten US-Amerikaner wieder in Bedrängnis. Denn der Unternehmer soll etwa 200.000 Dollar an republikanische Politiker gespendet haben. So etwa an Senator Cory Gardner, der sich offensiv gegen die Reformierung der Waffengesetze in den USA eingesetzt hat. Auch Scott Tipton, Repräsentant des Bundesstaates Colorado, soll von Anschutz Geld erhalten haben. Tipton positioniert sich öffentlich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und Abtreibung.

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Doch auch wenn die Neigungen des US-Milliardärs nicht wirklich zum Lebensgefühl des Coachella-Festivals passen, fluten auch in diesem Jahr wieder bunte Bilder zahlreicher Promis das Netz. Was bei den fröhlichen Bildern von der Kritik übrig bleibt, wird sich zeigen.

Eindrücke von deutschen Influencern auf dem Coachella-Festival 2019:





Von RND

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