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Panorama Autobahnen in Niedersachsen weiter blockiert
Nachrichten Panorama Autobahnen in Niedersachsen weiter blockiert
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11:33 17.12.2010
Ein Streuwagen ist auf der A7 nahe der Ausfahrt Großburgwedel bei Hannover ins Rutschen gekommen und hat sich dabei auf die Seite gelegt.
Ein Streuwagen ist auf der A7 nahe der Ausfahrt Großburgwedel bei Hannover ins Rutschen gekommen und hat sich dabei auf die Seite gelegt. Quelle: Uwe Dillenberg
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Schnee und Eis haben in der Nacht den Verkehr auf Niedersachsens Straßen teilweise zum Erliegen gebracht. Wegen Schneeverwehungen mussten in der Nacht zu Freitag im Harz zahlreiche Straßen gesperrt werden. Bei den glättebedingten Unfällen blieb es nach Polizeiangaben zumeist bei Blechschäden.

Auf der A1 herrschte laut Polizei „Schneechaos“. Zwischen Sittensen und Bockel kam es zu einem 30 Kilometer langen Stau. Ursache war die Panne eines Lkw, die der rumänische Fahrer selbst zu lösen versuchte, statt die Polizei zu informieren. Etliche Lkw fuhren sich daraufhin an einer Steigung fest. „Bei Eisglätte und dem hohen Verkehrsaufkommen ging gar nichts mehr“, sagte Polizeisprecher Detlev Kaldinski. Die A1 wurde am Freitagmorgen bei Sittensen für dreieinhalb Stunden in Fahrtrichtung Bremen voll gesperrt.

Aufgrund starker Schneeverwehungen mussten in der Nacht auch im Südosten des Landes zahlreiche Straßen gesperrt werden, unter anderem die Autobahn 395 Braunschweig - Bad Harzburg. „In Wolfenbüttel, Salzgitter und im Harz war Land unter“, berichtete ein Polizeisprecher. Auf der Autobahn 7 bei Hannover kippte nahe der Ausfahrt Großburgwedel ein Streuwagen um, die Fahrbahn war nur auf einer Spur befahrbar. Im weiteren Verlauf der A7 meldete die Polizei bei Göttingen zwölf Kilometer Stau.

Den Tankstellen in Südniedersachsen geht derweil teilweise der Treibstoff aus. Tanklastwagen könnten wegen der Straßenverhältnisse in der Region nur schwer die Tankstellen erreichen, teilte die Polizei mit. In Göttingen wurden besonders Superbenzin und Diesel zur Mangelware.

In Bremen waren die Autobahnen besonders glatt, weil die Streudienste am späten Abend eine Pause eingelegt hatten. Von 3.00 Uhr an war der Winterdienst in der Hansestadt wieder im Einsatz. Im Stadtgebiet kam es am Abend aufgrund der Witterungsverhältnisse zu fünf Unfällen, alle ohne Verletzte. Im Stadtgebiet von Hannover blieb es einer Polizeisprecherin zufolge erstaunlich ruhig.

Die A2 musste in der Nacht bei Lehrte kurz wegen Bergungsarbeiten gesperrt werden. Ein Lastwagen war auf glatter Fahrbahn ins Schleudern geraten und im Graben gelandet. Dabei drückte er einen neben ihm fahrenden Lkw in die Mittelleitplanke.

Am Flughafen Hannover gebe es keine wetterbedingten Probleme, sagte eine Sprecherin. Wegen Schnees auf anderen Flughäfen starteten aber fünf Maschinen nicht von Hannover aus.

Die Schnee- und Eisglätte machte die Schulwege in allen Landesteilen so unsicher, dass die Behörden der meisten Landkreise den Unterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen ausfallen ließen.

dpa

Dieser Artikel wurde erneut aktualisiert.