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Panorama Alec von The Boss Hoss: „Der Touralltag ist nicht familientauglich“
Nachrichten Panorama Alec von The Boss Hoss: „Der Touralltag ist nicht familientauglich“
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16:47 26.03.2019
Alec Völkel mit seiner Frau Johanna. Quelle: Sebastian Gabsch/dpa

Gerade sind Sie mit „The Bosshoss“ auf Tour. Sie haben ja auch ein kleines Kind. Kommt Ihre Frau mit ihrem Sohn mit?

Nein, meine Frau und mein Sohn kommen nicht mit auf Tour. Das ist gar nicht kompatibel. Der Tour-Alltag ist überhaupt nicht familientauglich. Dazu kommt, dass wir ein Riesentross sind auf Tour, insgesamt über vierzig Leute. Wenn da jeder seine Familie mitnehmen will sprengt das den Rahmen. Wir sind ja aber zum Glück nicht so viel hintereinander unterwegs, sondern immer wieder ein paar Tage zu Hause.

Also hat sich das Tourleben mit dem Heiraten und dem kleinen Kind nicht verändert?

Nein, das Tourleben hat sich nicht groß verändert. Nur wenn man nach Hause kommt, hat man eben den Hafen, der einen wieder herunterholt.

Also wird auf Tour immer noch gefeiert oder sind die Zeiten vorbei?

Es ist schon ruhiger geworden auf Tour, es wird kontrollierter gefeiert. Erstens sind wir seit 15 Jahren unterwegs, wir haben so viel gefeiert, das hält gar keiner aus. Und dann ist bei so einer Tour die Verantwortung auch groß – die Hallen haben ein riesen Setup und wir waren lange nicht auf Tour und wollen natürlich großartige Shows abreißen. Da musst du topfit sein, das kann man nicht abgerockt durchziehen wie in den Anfangstagen, als man durch die kleinen Clubs tingelte.

Ihre Frau hat ja gerade ein Buch über Verona Pooth geschrieben. Dürfte sie auch über Sie und The Bosshoss schreiben?

(lacht) Warum nicht? Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Aber ich hoffe, dass bei uns noch ein bisschen Zeit ist bis wir ein Fazit ziehen können.

Ich habe ja jetzt nur die Hälfte von The Bosshoss am Telefon, was schätzen Sie denn am meisten an Ihrem Musikkollegen Sascha Vollmer?

Ich schätze an Sascha am meisten, dass wir seit sehr langer Zeit so gut miteinander auskommen und diesen Weg zusammen gehen. Das ist ja nicht selbstverständlich, dass man sich so lange kennt, so lange befreundet ist und so lange an einem Strang zieht.

In Action: Alec Völkel (l.) und Sascha Vollmer von The Boss Hoss. Quelle: imago

Wie bleibt man nach so einer langen Zeit noch kreativ?

Da staune ich auch immer wieder. Zum einen natürlich, weil die Zeit immer weitergeht und man immer neue Inspirationsquellen bekommt und sich auch weiterentwickelt. Aber oft ist es auch ein Prozess, der eine Weile braucht und bei dem man sich auch durchbeißen muss. Die Muse kommt nicht immer von selbst, man muss sie manchmal suchen.

Wie war das bei dem neuen Album?

Bei dem neuen Album lief es eigentlich ganz gut. Wir haben das Ding in relativ kurzer Zeit eingenagelt. Die Ideen haben wir natürlich diesmal länger sammeln können, weil wir eine größere Pause gemacht haben vom letzten Album zu diesem.

Und die Tour ist dann ein Selbstläufer?

Nein, die Tour ist auch kein Selbstläufer, das ist auch noch mal ein hartes Stück Arbeit. Das ist schon was ganz anderes, die Songs, die man auf Platte aufgenommen hat, live zu erarbeiten. Wir spielen ja nicht jeden Song so, wie er auf dem Album ist, sondern setzen den live immer ein bisschen anders um. Dann kommt natürlich die Aufgabe dazu, aus den 15 Jahren die Songs rauszupicken, auf die die Leute Bock haben.

Wenn du von der Tour zurückkommst und so viel Zeit mit Sascha verbracht hast, vermisst du ihn danach?

Ich glaube wenn die Tour durch ist sind wir alle erstmal froh, wenn wir zu Hause die Füße hochlegen können. Wir mögen uns ja alle gern, aber so eine Tour ist ja auch wie eine Klassenfahrt, eine sehr lange. Da ist man froh, wenn man erst mal ein bisschen Ruhe hat.

Sie sitzen ja auch zusammen bei „The Voice Kids“ in der Jury: Wie machen Sie das, wenn Sie sich bei einem Kandidaten nicht einig sind?

Wir sind uns eigentlich meistens einig, das ist das Gute. Wir haben ja auch dieselbe musikalische Prägung. Und wir kennen uns so lange, da reichen ein, zwei Blicke und wir wissen, was der andere denkt. Es ist aber auch mal okay, dass einer auf den Buzzer drückt, wenn er überzeugt ist und der andere nicht.

Können Sie sich vorstellen, Ihr Kind später auch mal zu so einer Castingshow zu schicken?

Wenn mein Kind in eine Castingshow möchte, kann es das machen. Ich kann ja nicht sagen: Ich sitze in der Jury, aber meine Kinder dürfen das nicht. Es kommt natürlich darauf an zu welcher Castingshow. „The Voice Kids“ finde ich super, weil nicht nur die Sendung an sich ein hohes Niveau hat, sondern der Umgang mit den Kindern top organisiert ist. Man legt großen Wert darauf, dass die Kinder aus freien Stücken da sind und nicht die Tennis- und Eiskunstläufer-Eltern hat, die eigentlich ihre verpasste Karriere ins Kind projizieren.

Und zu welcher Show sollten Ihre Kinder lieber nicht?

Naja, so viele andere Castingshows gibt’s ja nicht mehr. „DSDS“ zum Beispiel finde ich ein No-Go. Das ist für mich der Anti-Typus von dem, was es ausmacht, Musiker werden zu wollen. Das ist eine reine Show, die nur dazu dient, dass sich entweder Dieter Bohlen selbst profiliert oder der Sender Einschaltquote macht.

Ist eigentlich ein zweites Kind mit Ihrer Frau in Planung?

Lass mich im Kalender nachgucken (lacht). Man weiß das nicht, wir können uns das vorstellen, wir sind ja noch junge Eltern. Aber es ist jetzt nicht so, dass wir zu Hause einen Zettel hängen haben, auf dem steht, dass das ein To-do ist.

Die weiteren Tourdaten von The Bosshoss:

– 27.3. in Wien in der Stadthalle

– 28.3. in München im Zenith

– 29.3. in Saarbrücken im E-Werk

– 30.3. in Zürich in der Samsung Hall

– 5.4. in Oberhausen in der König-Pilsener-Arena

– 6.4. in Berlin in der Max-Schmeling-Halle

Von Hannah Scheiwe/RND

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