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Panorama 39 Tote in Lastwagen: Drei weitere Festnahmen in Vietnam und Irland
Nachrichten Panorama 39 Tote in Lastwagen: Drei weitere Festnahmen in Vietnam und Irland
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09:45 02.11.2019
Polizisten am Lastwagen, in dem 39 Leichen gefunden wurden. Quelle: Aaron Chown/PA Wire/dpa/imago images/ZUMA Press/Montage RND
London

Im Zusammenhang mit dem Fund von 39 Leichen in einem Lkw in Großbritannien hat es drei weitere Festnahmen gegeben. Zwei mutmaßlich am Menschenschmuggel Beteiligte wurden in der vietnamesischen Provinz Ha Tinh festgenommen, nachdem dort zehn Familien Angehörige als vermisst gemeldet hatten, berichtete der Fernsehsender VTV am Freitag. In Irland wurde ein 22-Jähriger festgenommen.

Nach Angaben des Vizechefs der Provinzpolizei Ha Tinh sollen die Verdächtigen in Vietnam direkt in einen Fall verwickelt gewesen sein, bei dem Menschen dafür bezahlten, dass Schmuggler sie nach England bringen. Es wird befürchtet, dass sie unter den Container-Toten sind. Die Festgenommenen sollen seit Jahren am Menschenschmuggel in der Region beteiligt gewesen sein, teilte die Polizei mit.

Auch in Irland gab es am Freitag eine Festnahme. Ein 22-jähriger verdächtiger Nordire sei in Dublin vor Gericht erschienen, sagte ein Gerichtssprecher. Er solle bis zu einem Gerichtstermin am 11. November in Haft bleiben. Die Polizei im britischen Essex, die den internationalen Haftbefehl gegen den Mann ausgestellt hatte, hat ein Auslieferungsverfahren eingeleitet.

Unterdessen hat die britische Polizei zwei verdächtige Brüder aufgefordert, sich den Behörden zu stellen. „Wir brauchen Sie, um diese Untersuchung zu unterstützen“, sagte Chefinspektor Daniel Stoten am Freitag bei einer Pressekonferenz in der nordirischen Hauptstadt Belfast an die Adresse der Männer gerichtet. Die Polizei habe mit dem älteren Bruder telefoniert. Nähere Angaben zu dem Gespräch machte Stoten aber nicht. Es sei unerlässlich, die Männer persönlich zu verhören.

Die Brüder betreiben ein Transportunternehmen in der nordirischen Stadt Armagh. Sie werden wegen Totschlags und Menschenhandels gesucht, nachdem am 23. Oktober die Leichen von 31 Männern und acht Frauen in einem Kühllaster entdeckt worden waren. Der Fahrer des Wagens, ein 25-Jähriger aus Nordirland, wurde wegen Totschlags in 39 Fällen, Beteiligung an Menschenhandel, Beihilfe zur illegalen Einwanderung sowie Geldwäsche angeklagt. Drei weitere Verdächtige kamen gegen Kaution frei. Chefinspektor Stoten von der Polizei in der Grafschaft Essex sagte, die nordirische Polizei habe am Donnerstag einen Lastwagen sichergestellt, der in Verbindungen mit den Brüdern stehe. Es habe aber keine weiteren Festnahmen gegeben.

Die Toten waren am 23. Oktober im Südosten Englands entdeckt worden. Der nordirische Fahrer des Lastwagens, in dessen Container die Leichen lagen, ist wegen Totschlags in 39 Fällen und Verschwörung zum Menschenschmuggel angeklagt. Es wird vermutet, dass viele der Toten aus Vietnam stammen, weil Familien dort Angehörige als vermisst gemeldet haben. Identifiziert worden sind die Leichen noch nicht, auch weil Schleuser ihren Klienten meistens die Pässe abnehmen und ihnen bei der Ankunft neue Dokumente geben, um ihre Identität zu verschleiern.

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