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Netzwelt EU-Kommissarin: Keine Entwarnung bei Fake News – Facebook sperrt Konten
Nachrichten Medien Netzwelt EU-Kommissarin: Keine Entwarnung bei Fake News – Facebook sperrt Konten
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09:44 22.05.2019
Unternehmen wie Facebook, Twitter, Mozilla und Google einen freiwilligen Verhaltenskodex im Kampf gegen Fake News unterschrieben. Quelle: Richard Drew/AP
Brüssel

Unmittelbar vor Beginn der Europawahl sieht EU-Justizkommissarin Vera Jourová die Gefahr von Wahlmanipulation durch großangelegte Fake-News-Kampagnen nicht gebannt. „Die Tatsache, dass wir zu diesem Zeitpunkt nichts von einem großen Desinformations-Angriff wissen, heißt nicht, dass es ihn nicht gibt“, sagte Jourová der Deutschen Presse-Agentur. Vielleicht sei ein solcher Angriff bislang einfach nicht entdeckt worden. Zudem wies sie darauf hin, dass die Europawahl längst nicht vorüber sei. „Wir haben noch mehrere Tage vor uns. Das ist keine Paranoia, das ist Vorsicht.“ Es komme darauf an, vorbereitet zu sein

Wissenschaftler des Oxford Internet Institutes hatten dagegen in einer am Dienstag veröffentlichten Studie Entwarnung gegeben: Die Forscher hatten die Verbreitung von „Junk-News“ auf Facebook und Twitter untersucht und kamen zu dem Ergebnis, dass die Europawahl weder als Ziel, noch als Inhalt wahnsinnig attraktiv für Desinformationen sei, wie eine der beteiligten Forscherin im Spiegel sagte.

NGO berichtet von Fake-Profilen

Das heißt nicht, dass es sie nicht gibt. So berichtet die Tagesschau von einer Studie der NGO Avaaz, der zur Folge über Fake-Profile Desinformationen verbreitet werden. Unter diesen Accounts sollen demnach auch Profile der AfD sein. Mittels duplizierter und gefälschter Accounts solle die Reichweite erhöht werden, berichtet die Tagesschau. Den Angaben zur Folge fand Avaaz in Deutschland 130 solcher Accounts, die weitgehend die AfD unterstützt und rechtsextreme Inhalte und Desinformationen verbreitet hätten. Insgesamt meldete Avaaz demnach europaweit 500 verdächtige Seiten und Gruppen an Facebook, das Netzwerk habe daraufhin 77 Seiten und 230 Konten entfernt.

Dass die russische Einflussnahme im Wahlkampf für das EU-Parlament bislang weniger sichtbar ist als in anderen Fällen, beruhigt Justizkommissarin Jourová nicht. Die Tatsache, dass es bislang keinen großen, isolierten Fall gebe, bedeute nicht, dass die kleinen Fälle keine Auswirkungen hätten.

Tatsächlich forschen Wissenschaftler gerade zu der Frage, wie oder ob überhaupt Desinformationskampagnen tatsächlich einen Einfluss auf Wahlergebnisse haben können.

Lesen Sie hier:
Können Fake News wirklich Wahlen beeinflussen?

Von RND/asu/dpa

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