Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Medien Game of Thrones – Film mit alternativem Ende kommt bei „GoT“-Fans gut an
Nachrichten Medien Game of Thrones – Film mit alternativem Ende kommt bei „GoT“-Fans gut an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:06 05.06.2019
Heute ein König: Den gelähmten zweitjüngsten Sohn Eddard Starks, Bran (Isaac Hempstead-Wright), hatten die „GoT“-Fans nicht auf dem Schirm für die Krone der Königslande. Quelle: picture alliance / HBO via AP Photo
Los Angeles

Versammelter Hass der Zu-sehr-Liebenden schlug den „Game of Thrones“-Machern am Ende der achten und letzten Staffel der „besten Serie aller Zeiten“ entgegen. Weil David Benioff und D. B. Weiss (aus unerfindlichen Gründen) mit zwei verkürzten Staffeln und rasend schnellen Handlungsabläufen und Charakterentwicklungen auf das viel zu frühe Serienende zupreschten, waren große Teile der Fangemeinde unzufrieden bis stinkwütend.

Viele forderten gar einen Neudreh der letzten Staffel. Warum hatte man nicht mit zwei normalen Zehn-Folgen-Staffeln alles virtuos zu einem plausiblen Ende geführt? Warum die Eile? Wo die Serie doch erfolgreicher war denn je.

Game of Thrones – Kaum jemand hatte Bran als König auf dem Schirm

Und so wurde auch die Wahl des gelähmten Brandon Stark zum König über sechs der sieben Königslande (der Norden wird am Ende zu einer Art Westeros-Bayern) bei Teilen der „GoT“-Maniacs umgehend angefeindet. Viele hatten in dem zweitjüngsten Stark-Sohn, der eine lange Odyssee auf sich genommen hatte, der zum neuen Dreiäugigen Raben (einem mystischen, allwissenden Seher) geworden war, die wahre Identität des großen Nachtkönig genannten Gegenspielers erwartet. Und hatten im Netz dazu Thesen entwickelt, die zuweilen schon arg ins Abstruse reichten.

Dass Jung Bran dann ein Grundguter war, der den Nachtkönig mithilfe seiner Schwester Arya und seines einstigen Ziehbruders Theon Graufreud besiegte, zu einer Art gutem König Artus von Westeros wurde und die eigentlich von der (im Wahnsinn geendeten) Drachenkönigin Daenerys erstrebte „bessere Welt“ begründete, fanden die einen unplausibel, die anderen unaufregend.

Game of Thrones – Urplötzlich leuchten in dem Clip Brans Augen blau

Jetzt hat ein Fan namems Khaled Comics aus einem Videoclip zur achten Staffel in verblüffender Kürze von 30 Sekunden ein weit düstereres, alternatives Ende geschaffen, das offenbar mehr nach dem Geschmack der „GoT“-Gemeinde gewesen wäre. In dem Film, den KhaledComics auf Twitter veröffentlicht hat, ist Bran nun doch der Bösewicht – und nur sein Cousin Jon Schnee alias Aegon Targaryen bekommt Wind davon. Jon entschuldigt sich in dem Clip bei Bran, nicht für ihn da gewesen zu sein als er ihn brauchte. Und Bran antwortet mit seiner sanften, jenseitigen Stimme: „Du warst exakt dort, wo du hingehört hast“.

Alles wie bekannt – würden Brans Augen dabei nicht urplötzlich blau leuchten. Also doch: Der Nachtkönig steckt in ihm. Die Zerstörung der Hauptstadt Königsmund durch Daenerys, ihre Truppen, ihren Drachen erweisen sich als Fernsteuerungen Brans – Daenerys Augen verdrehen sich durch Brans Wargkünste, als sie auf dem Rücken von Drogon zu ihrem Vernichtungsritt über die Stadt anhebt.

Game of Thrones – Fans finden das düstere Ende überzeugender

„So endet mein Kanon“, wandte sich ein Nutzer namens avjrodgers an Khaled Comics. „Der ultimative Bösewicht. Das ist ein viel überzeugenderes Ende“, befand eine Userin namens Niqi. Und auch Yorana kam bei Twitter zum Schluss: „Dein Clip ist viel besser als die gesamte achte Staffel.“

Als allwissendes Wesen hatte man der Figur Bran vorgeworfen, viele der schlimmen Ereignisse nicht verhindert oder sogar aktiv betrieben zu haben. Als Zukunftsseher muss er gewusst haben, welches Pompeij-ähnliche Schicksal der Hauptstadt Königsmund bevorsteht. Und dass alle Starks in die Targaryen-Herkunft Jon Schnees eingeweiht wurden, und damit ein Keil zwischen der Winterfell-Lady Sansa und Daenerys geschoben wurde, geht auch auf Brans Konto.

Game of Thrones – In Königsmund beginnt der Wiederaufbau

Nur wegen der Königswürde habe er alle Strapazen auf sich genommen, sagt er am Ende der letzten Folge der Serie, als man ihn gerade zum König gewählt hat. Hat er schon so früh gewusst, wo es für ihn enden würde? Man bekommt eine Gänsehaut, wenn man bedenkt, wie viel Leid so viele Menschen ertragen mussten, dafür, dass am Ende Bran auf dem Thron Platz nehmen kann.

Nein, natürlich nicht auf dem Eisernen. Dessen geschmolzene Überreste schaben die mit dem Wiederaufbau beauftragten Westerosi gerade vom Steinsockel der Thronsaal-Ruine. Und keine Kamera ist dabei. Eine Schande!

Von Matthias Halbig/RND

Journalismus wird gebraucht – auch im digitalen Zeitalter. Beim Digitalkongress #beBETA sprach Madsack-Chef Thomas Düffert über die Zukunft der Branche

05.06.2019

Podcasts sind ein wachsender Markt. Ein Spotify-Manager spricht bei „beBETA“, dem Digitalkongress des BDZV, darüber, warum Hörangebote ein spannendes Feld auch für Zeitungsverlage sein können. Was kann die Zeitungsbranche von Spotify lernen?

05.06.2019

Zoff und Zunder ist auch in der vierten Staffel der RTL-Show „Das Sommerhaus der Stars“ programmiert. Nun sind alle Bewohner bekannt. Unter anderem dabei sind: Michael Wendler, Willi Herren und Menowien Fröhlich.

05.06.2019