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Medien & TV Transgender im „Polizeiruf“: Der ARD-Krimi hatte große Filmvorbilder
Nachrichten Medien & TV Transgender im „Polizeiruf“: Der ARD-Krimi hatte große Filmvorbilder
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22:29 10.02.2019
Verwirrt in Magdeburg: Die Komissare Brasch (Claudia Michelsen) und Köhler (Matthias Matschke). Quelle: Stefan Erhard/MDR/dpa
Magdeburg

Ein Mann wird zur Frau: Der „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg am Sonntag war das bisher aktuellste Stück aus einer reichen Liste an Transgender-Filmen. Paul ließ sich zu Pauline umoperieren, gespielt von Alessija Lause. Der Polizeiausbilder Ulf Meier (André Jung) hatte sich verzweifelt in Transvestiten verliebt – und sie getötet.

Das Thema vom Mann, der eine Frau sein möchte, ist nicht neu. Am bekanntesten ist der Film „Manche mögen’s heiß“ von Billy Wilder. Tony Curtis und Jack Lemmon verkleiden sich darin als Mitglieder einer Damenkapelle, um als Gangster unerkannt zu bleiben. Doch um diesen Klamauk – auch wenn er virtuos gemacht ist – ging es gestern im „Polizeiruf“ nicht. Er zählte zu den Transgender-Filmen, die das Thema nicht verjuxen, sondern beleuchten.

Ins Kino kam das Thema erst 1968

In diese seriöse, psychologisch fundierte Gattung fällt auch Oskar Roehlers Film „Agnes und seine Brüder“ aus dem Jahr 2004. Zuletzt folgten Werke wie „Eine neue Freundin“ von François Ozon oder „The Danish Girl“ mit Alicia Vikander von Tom Hooper. Meist geht es für die Frau, die ehemals ein Mann war, um die Schwierigkeit, in einer an Deutlichkeit gewöhnten Gesellschaft anerkannt zu werden.

Ein Thema, das erst mit der Liberalisierung seit 1968 ein Stoff fürs Kino wurde. Aber eben doch nicht ganz. Denn das erste Stück zum Thema kam 1919 heraus, es hieß „Aus eines Mannes Mädchenjahren“ von Paul Legband. Der Stummfilm folgt den Erinnerungen des Pseudohermaphroditen Karl M. Baer. Doch der Film hat dramatisch überzeichnet. Da sind wir heute weiter. Pauline hat in Magdeburg ihre Würde behalten. Ihr Lover hat sich zu ihr bekannt.

Von Lars Grote

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