Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Medien & TV So entstand die TV-Serie „Holocaust“ – Ein Making-of der besonderen Art
Nachrichten Medien & TV So entstand die TV-Serie „Holocaust“ – Ein Making-of der besonderen Art
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:13 16.01.2019
„Holocaust“ erzählt in dem insgesamt über sieben Stunden die Geschichte zweier Familien im Dritten Reich – einer jüdischen und einer nationalsozialistischen. Quelle: dpa
Berlin

Die TV-Serie „Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss“ ist zurück im deutschen Fernsehen. Vor 40 Jahren sorgte die Serie in Deutschland für erregte Diskussionen und löste intensive Debatten über die NS-Vergangenheit aus. In einem Making-of erzählt die Filmemacherin Alice Agneskirchner nun die Geschichte dieses Fernsehereignisses, von der Entstehung und den Dreharbeiten über die Ausstrahlung bis hin zu den Reaktionen (NDR, 23.50 Uhr).

Harsche Kritik

Mit „Holocaust“ geriet Auschwitz ins kollektive Gedächtnis und der Begriff „Holocaust“ wurde Allgemeingut. Die Erstausstrahlung erreichte Einschaltquoten von bis zu 39 Prozent. Im Anschluss an die einzelnen Folgen strahlte die ARD Diskussionsrunden aus, an denen sich die Zuschauer via Telefon beteiligen konnten. 23.000 Menschen riefen an.

Kritiker warfen der Serie damals vor, die Geschichte des Holocausts zu trivialisieren. Gleichzeitig gab es Forderungen, eine Fernsehserie über den Massenmord an den europäischen Juden sei der Bevölkerung nicht zuzumuten. „Holocaust“ erzählt die fiktive Geschichte der jüdischen Arztfamilie Weiss, die zur Zeit des Nationalsozialismus in Berlin lebt. In den Hauptrollen sind unter anderem Fritz Weaver und Meryl Streep, die Serie verhalf ihr zum großen Durchbruch, zu sehen.

Perspektivwechsel in der Serie „Holocaust

Die Wirkungsweise: Während sich die Öffentlichkeit in den 60er-Jahren vor allem mit den Tätern im Nationalsozialismus und der kollektiven Schuld auseinandergesetzt hat, veranlasste Regisseur Steven Spielberg nun mit „Holocaust“ die Zuschauer, sich mit den Opfern zu identifizieren und ihre Geschichte nachzuempfinden.

„Vielen der 20 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer brannten sich damals Bilder und Wahrheiten ins Gedächtnis, die man sich bis dahin trotz allen Wissens einfach nicht vorstellen wollte oder verdrängt hatte“, so WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn. „Ich selbst habe, wie viele meiner Generation, „Holocaust“ mit der ganzen Klasse als 14-Jähriger auf Videorekorder im Unterricht gesehen. Es war erschütternd, das werde ich nie vergessen.“

Die Sendetermine von „Holocaust“ im Überblick

WDR

Montag, 7. Januar, 22.00 Uhr, „Holocaust“ – Teil 1

Dienstag, 8. Januar, 22.10 Uhr, „Holocaust“ – Teil 2

Montag, 14. Januar, 22.10 Uhr, Dokumentation „Wie ‚Holocaust‘ ins Fernsehen kam“, 22.55 Uhr, „Holocaust“ – Teil 3

Dienstag, 15. Januar, 22.10 Uhr, „Holocaust“ – Teil 4

NDR

Montag, 7. Januar, 22.00 Uhr, „Holocaust“ – Teil 1

Montag, 14. Januar, 23.15 Uhr, „Holocaust“ – Teil 2

Mittwoch, 16. Januar, 23.45 Uhr, „Wie ‚Holocaust‘ ins Fernsehen kam“

Montag, 21. Januar, 23.15 Uhr, „Holocaust“ – Teil 3

Montag, 18. Januar, 23.15 Uhr, „Holocaust“ – Teil 4

SWR

Mittwoch, 9. Januar, 22.00 Uhr, „Holocaust“ – Teil 1

Mittwoch, 16. Januar, 22.00 Uhr, „Holocaust“ – Teil 2, 23.35 Uhr, Dokumentation „Wie ‚Holocaust‘ ins Fernsehen kam“

Mittwoch, 23. Januar, 22.00 Uhr, „Holocaust“ – Teil 3

Mittwoch, 30. Januar, 22.00 Uhr, „Holocaust“ – Teil 4

Von RND/dpa/epd/goe

Der Film „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ (Dienstag, 20.15 Uhr, ARD) erzählt spannend und anschaulich die Geschichte von vier Juden, die in Berlin dem Holocaust entkamen.

16.01.2019

Die Folge von Montag hat uns ziemlich verwirrt zurückgelassen. Statt Gisele hat Yotta geheult, der Currywurstmann hat kaum gemeckert und Streit - weitestgehend Fehlanzeige. Aber jetzt läuft endlich alles nach Plan. Domenico und seine Ex Evelyn geraten ordentlich aneinander. Und endlich heult Gisele wieder und tritt nicht zur Dschungelprüfung an.

16.01.2019

Viele Medien haben seit Sommer 2015 groß und breit über Flüchtlinge berichtet, die nach Deutschland gekommen sind. Dabei waren die Berichte einer Studie zufolge weitgehend korrekt, aber nicht immer ausgewogen.

15.01.2019