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Medien & TV Syrien ist gefährlichstes Land für Journalisten
Nachrichten Medien & TV Syrien ist gefährlichstes Land für Journalisten
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12:58 18.12.2013
Das gefährlichste Land für die Medien war 2013 Syrien, wo zehn professionelle Berichterstatter und 35 Bürgerjournalisten starben. Quelle: dpa
Berlin

In diesem Jahr sind nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen weltweit mehr als doppelt so viele Journalisten entführt worden wie 2012. Die Zunahme entfalle zu einem großen Teil auf das Bürgerkriegsland Syrien. Insgesamt liegt die Zahl der 2013 entführten Journalisten bei 87 (2012: 38), wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Jahresbilanz von Reporter ohne Grenzen hervorgeht.

 Leicht gesunken ist demnach die Zahl der Reporter, die 2013 bei ihrer Arbeit getötet wurden: 71 Journalisten sowie 39 Blogger und Bürgerjournalisten im Vergleich zu 88 Journalisten sowie 47 Bloggern und Bürgerjournalisten im Vorjahr.

 Das gefährlichste Land für die Medien war 2013 Syrien, wo zehn professionelle Berichterstatter und 35 Bürgerjournalisten starben. Im Gefängnis säßen wegen ihrer Arbeit momentan 178 Journalisten weltweit, die meisten von ihnen - wie schon 2012 - in China, Eritrea, der Türkei, dem Iran und Syrien.

 Allein 49 der 87 entführten Medienvertreter wurden laut ROG in Syrien verschleppt. Im Laufe des Jahres habe sich insbesondere die dschihadistische Gruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIS) mit zunehmend systematischen Entführungen hervorgetan. Derzeit gelten 18 ausländische und 22 einheimische Journalisten in Syrien als vermisst.

 Im postrevolutionären Libyen wurden 14 Reporter entführt. Insgesamt entfallen laut ROG auf den Nahen und Mittleren Osten sowie Nordafrika 71 der weltweit 87 Fälle. Weitere elf wurden im sub-saharischen Afrika gezählt.

Die Zahl der Angriffe und Bedrohungen habe weltweit um neun Prozent auf 2160 zugenommen, 100 wurden allein in Brasilien gezählt. Betroffen seien dabei auch europäische Länder. Systematisch gehe die Polizei etwa bei den Gezi-Protesten in der Türkei gegen Berichterstatter vor, in geringerem Ausmaß auch bei der jüngsten Protestbewegung in der Ukraine.

dpa

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