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Medien & TV Regierung will freies WLAN fördern
Nachrichten Medien & TV Regierung will freies WLAN fördern
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12:21 12.03.2015
Die Bundesregierung will öffentlich zugängliches WLAN fördern.
Die Bundesregierung will öffentlich zugängliches WLAN fördern. Quelle: dpa
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Berlin

Vorgesehen ist demnach, dass geschäftsmäßige WLAN-Anbieter ihre Router verschlüsseln müssen. Außerdem sollen die WLAN-Betreiber von den Nutzern die Zusicherung einholen, dass diese keine Rechtsverletzungen über das Netz begehen. Private WLAN-Anbieter müssen dem Vorschlag zufolge diejenigen, die bei ihnen ins Internet gehen, zusätzlich namentlich kennen.

"Deutschland fährt bei der Verbreitung von WLAN-Hotspots im internationalen Vergleich derzeit noch mit angezogener Handbremse", erklärte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Dies solle sich ändern. "In Deutschland sollen Flughäfen, Cafés oder auch Rathäuser und Bibliotheken künftig rechtssicher kostenloses WLAN anbieten können. Sie sollen nicht länger Gefahr laufen, für die Rechtsverletzungen ihrer Nutzer haften zu müssen."

Bislang können Anbieter eines Internetzugangs via WLAN unter Umständen dafür haftbar gemacht werden, wenn über ihr Netz zum Beispiel Raubkopien heruntergeladen werden.

WLAN nur verschlüsselt und über Gastzugang teilen

Die Bundesregierung will mehr kostenlose WLAN-Zugänge ermöglichen, für Privatanschlüsse ändert das aber nichts. Wer sein privates WLAN mit anderen teilt, muss schlimmstenfalls für deren Missetaten zivilrechtlich geradestehen. Gästen sollte man deswegen nur über einen sogenannten Gastzugang Zugriff auf das WLAN geben, rät die Zeitschrift "c't" (Ausgabe 7/2015). Diesen Gastmodus bieten viele neuere Router, etwa die Fritz-Boxen von AVM. Dabei erhält der Gast keinen Zugriff auf das Heimnetz, sondern nur auf das Internet. Um die Kontrolle darüber zu behalten, wer auf das Gastnetzwerk zugereift, sollte es per WPA2 verschlüsselt werden. Wichtig: Ein anderes Passwort als das des Hauptnetzwerks wählen. Mit etwas Aufwand lassen sich über Filterlisten im Router auch gewisse Dienste und Seiten im Netz sperren. So kann der Zugriff auf illegale Angebote oder Filesharing-Plattformen eingeschränkt werden. Manche Router bieten auch schon Voreinstellungen an, mit denen nur Web- und Maildienste genutzt werden können.

dpa

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